Zwischen 3. und 5. Juni fand zum zweiten Mal das Rock in Vienna Festival auf der Donauinsel statt. Auch bei dieser Ausgabe standen junge, aufstrebende Bands wie Royal Republic neben alteingesessenen Haudegen wie Iron Maiden am Programm. Ich war für euch auf dem Festival und verrate, ob es mit alten Hasen wie Nova Rock oder Rock am Ring mithalten kann.
rock in vienna

Rock in Vienna – Das Festival der Superlative

Das 2015 aus der Taufe gehobene Festival wartete gleich am Freitag mit renommierten Shows von Thrash-Titanen Anthrax und Slayer und einer Headliner-Show von Rammstein auf, wobei sich leider technische Probleme offenbarten und auch die Bierzufuhr unterbrochen wurde. Dennoch kann man von einem gelungenen Auftakt sprechen, denn das Gelände platzte aus allen Nähten. Der Samstag präsentierte sich wie im Vorjahr als der ruhigere und alternativere Tag und als Highlight den Veteranen Iggy Pop, der wie bereits früher zu den Stooges-Zeiten über die Bühne fetzte. Diese ist den beiden verstorbenen Legenden David Bowie und Lemmy Kilmister gewidmet. Aber auch auf der neuen, kleineren Jolly Roger Stage lieferten bereits am frühen Nachmittag Bands wie die Black Peaks unfassbar energiegeladene Shows.

Der Sonntag startete dann ebenfalls früh mit einem buntgemischten Programm: The Vintage Caravan eröffnen den Tag mit Hard Rock, gefolgt von Alternative Metal von Tremonti, dem Solo-Projekt von Alter Bridge-Gitarrist Mark Tremonti. Bevor Dragonforce auf der kleinen Bühne loslegen können, ergießt der erste Regenschauer sich über die dennoch gut gelaunte Menge, die nach einer Verzögerung die Band euphorisch begrüßt. Doch während dem Mittelalterspektakel von In Extremo öffnen sich erneut die Pforten des Himmels. Unter den Brücken warten die Gäste, aber das Festival-Finale von Iron Maiden startet dann im anhaltenden Regen.

rock in vienn

Das Publikum hat aber nicht umsonst gewartet, und so wird zwar durchnässt aber motiviert und ausgelassen gemeinsam ein würdiges Ende gefeiert. Zwar fühlte es sich dank des Regens an, als würde der Himmel näher herunter kommen, aber die Menge sprang trotzdem, um ihm entgegen zu kommen. Alles in Allem ist das Rock in Vienna ein absolutes Muss für Rock-Fans und wird bestimmt auch nächstes Jahr mit einem beeindruckenden Line Up aufwarten.