Wer hat das nicht schon mal erlebt- man macht mit Freunden eine Übernachtungsparty und einer kommt auf die Idee Gruselgeschichten zu erzählen. Jeder gibt seine Horror Story zum Besten und bevor man sich versieht wirkt jedes harmlose Geräusch aus der Küche bedrohlich. Für alle, die nicht nur gern Geschichten erzählen sondern echte Gänsehaut Momente erleben wollen habe ich die 10 gruseligsten Orte der Welt zusammengetragen. Von Schottland bis Deutschland oder Mexiko- fast jedes Land hat den einen oder anderen Ort den man bei Dunkelheit lieber meiden sollte. Wer auf der Suche nach Nervenkitzel  ist wird an diesen Plätzen defintiv fündig!

schottland friedhof

#10- Greyfriars Kirkyard, Edinburgh

Den Beginn macht der schottische Friedhof Greyfriars Kirkyard in Edinburgh. Mitten im schönen Edinburgh befindet sich dieser einzigartige Friedhof, der schon bei Tag nicht unbedingt einladend wirkt. Bereits seit dem 16. Jahrhundert wurden hier die Verstorbenen beigesetzt und seitdem hört man die unglaublichsten Geschichten rund um den Friedhof.

Besucher und Angestellte des Friedhofs berichten von regelrechten Attacken, die sie im Dunkeln in der Nähe des „Convenanters‘ Prison„, eine abgesperrte Sektion im südlichen Teil des Kirkyard, erlebt haben sollen. In dem Gefängnis wurden all diejenigen eingesperrt, die 1638 einen Pakt gegen die königliche Familie Stuart unterzeichnet hatten und besiegt worden waren. Einige der Gefangenen wurden freigelassen oder konnten gerettet werden, doch ein großer Teil der über tausend Inhaftierten starben oder wurden hingerichtet. Der Mann, der diese und noch viele andere Hinrichtungen befahl, liegt ebenfalls auf diesem Friedhof begraben.

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Der Sage nach soll eines Tages ein Obdachloser auf der Suche nach Schutz in sein Mausoleum gegangen und durch eine hölzerne Klappe im Fußboden gekracht sein. So soll er den grausamen Befehlshaber aus seiner Totenstarre erweckt haben. Seither werden immer wieder Geschichten von Besuchern erzählt, die in der Nähe des Grabes verletzt oder bewusstlos wurden. Wer sich live vor Ort ein Bild machen möchte kann gerne eine nächtliche Gruselführung buchen, die vom Friedhof angeboten wird.

#9- Schloss Dragsholm, Dänemark

Schloss Dragsholm gehört zu den bekanntesten Schlössern in Dänemark und ist bei Tageslicht eine wahre Schönheit. Bei Dunkelheit jedoch verbergen sich finstere Geheimnisse hinter den Mauern des Schlosses. Der Legende nach soll einer der früheren Besitzer seine Tochter hinter die dicken Mauern des Schlosses gesperrt haben, weil sie sich in einen einfachen Mann verliebte. Das Mädchen verhungerte und soll seitdem durch die Korridore der Burg spuken. Als im Jahre 1930 aufgrund von Bauarbeiten die Mauern eingerissen wurden, fand man ein Skelett in einem weißen Kleid. Demnach könnte die Geschichte des Mädchens, das von ihrem Vater gefangen gehalten wurde also tatsächlich wahr sein.

Artikelbild_Mädchen_Halle_Doch die weiße Lady ist nicht die Einzige, die im Schloss Dragsholm ihr Unwesen treibt. Ein ehemaliger Gefangener, Graf von Bothwell, soll ebenfalls durch die Korridore schleichen. Gäste des Schlosses geben an, das Hufgetrappel seiner Pferde sehr genau gehört zu haben. Das Schloss ist eine Faszination für Geisterjäger aus aller Welt, die herkommen um die ungewöhnlichen Schwingungen zu erforschen.

#8- Centralia, Geisterstadt in Pennsylvania

Bis auf ein paar mutige Bewohner, die ihre Häuser nicht verlassen wollen, ist die kleine Stadt Centralia in Pennsylvania eine Geisterstadt. Seit über 50 Jahren besteht ein Kohlebrand unter dem Stadtgebiet und macht das Leben in Centralia unmöglich. Die verlassenen Häuser und Straßen sind in beißenden Rauch getaucht, in ganzen Straßenzügen ist der Teer aufgerissen und droht komplett auseinanderzureißen. Von den 1000 Einwohnern, die einst in Centralie lebten, sind nur noch 10 übrig. Im Jahr 1981 versank  ein 12-jähriger Junge im weichen, warmen Boden im Garten seiner Großmutter. Die Hitze der glühenden Kohlen hatte den Boden so weit aufgeweicht, dass der Boden das Gewicht des Jungen nicht mehr tragen konnte und nachgab. Einige Zeit später musste der Bürgermeister der Stadt wegen einer Gasvergiftung im Krankenhaus behandelt werden. Erst danach sahen es die Bewohner als bewiesen an, dass die Stadt gesundheitsgefährdend sei. Die Stadt diente als Vorbild für die fiktive Stadt „Silent Hill“ in der gleichnamigen Videospielverfilmung.

Das prachtvolle Passagierschiff Queen Mary wird vor allem mit schaurigen Geschichten in Verbindung gebracht. Seit ihrem Bau sollen mehr als 40 Menschen auf der Queen Mary gestorben sein und rund 150 Geister sollen hier schon durch die Gänge geschlichen sein. Um das Schwesternschiff der Titanic ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden. In der Umgebung der heute ungenutzten Pools wurden angeblich immer wieder Geister gesichtet und auch Wasserspritzer sollen zu hören gewesen sein. Vor allem die Geschichte des Geistermädchens, das im Pool ertrank und seitdem immer noch nach ihrer Mutter ruft, hält sich hartnäckig. Vor allem im Raum B340 soll es zu seltsamen Vorfällen gekommen sein, weswegen das Zimmer auch nicht mehr an Gäste vermitet wird. Plötzliche Wasserströme aus den Wasserhähnen, verschwindende Bettbezüge und seltsame Geräusche- die Bewohner des Zimmer B340 berichten von einigen ungewöhnlichen Geschehnissen. Wer sich auf die Suche nach paranormalen Aktivitäten machen will, kann das gerne tun denn das Schiff ist heute ein Hotel. Hartgesottene Horror Fans können auch an einer Gruseltour teilnehmen, die in die Tiefen des Schiffes führt und mehr Geheimnisse offenbart als ein normaler Hotelbesucher je zu Gesicht bekommen würde.

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#6- Beelitzer Heilstätten bei Potsdam

Einst ein Krankenhaus für Tuberkulosepatienten lockt das Beelitz-Heilstätten bei Potsdam heute nur noch Hobbyfotografen und Feierwütige an. Zugenagelte Eingangstüren, eingeschlagene Fenster und Efeu überall an den Mauern- das Krankenhaus macht einen wahrhaft schaurigen Eindruck. Vor allem in der Nacht könnte dieser Ort der perfekte Schauplatz für einen Horrorfilm sein. Ohne eine Genehmigung darf man das Gelände nicht betreten, jedoch begeben sich vor allem zu Halloween Jugendliche in das Krankenhaus um illegale Parties zu feiern. Doch es gibt auch legale Führungen durch das OP-Haus, die sehr beliebt sind.

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#5- Geist Chloe auf der Myrtles Plantage in St. Francisville

Die Myrtles Plantage in Louisiana ist wohl eines der am meisten heimgesuchten Häuser in den USA. Auf einem Foto von 1992 sieht man eine Gestalt, die sich zwischen den zwei Gebäuden General’s Store und Butler’s Pantry, mit verschränkten Armen an die Wand lehnt. Auf den ersten Blick, nichts ungewöhnliches doch je mehr Leute sich das Foto anschauten desto mehr verdichteten sich die Theorien über den Geist eines Sklavenmädchens, das durch Zufall auf dem Foto festgehalten wurden. Vor allem die Tatsache, dass die horizontalen Bretter auch durch die Figur an der Wand hindurch zu sehen sind sorgte für Diskussionsstoff.

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Die meisten Menschen gehen davon aus, dass es sich bei der Gestalt auf dem Foto um das Sklavenmädchen Chloe handelt. Chloe war die junge Geliebte des Plantagenbesitzers und vergiftete aus Eifersucht die Tochter und Frau des Eigners. Eigentlich hatte sie die beiden nur krank machen und dann wundersam wieder retten wollen, doch beide verstarben letztendlich. Da die anderen Sklaven die Rache des Mannes fürchteten, hängten sie Chloe an einem Baum auf und warfen ihre Leiche anschließend in den Mississippi. Die Umgebung des Baumes, wo Chloe gehangen haben soll, leuchtet heute noch bei Sonnenschein besonders hell.

#4- Die Puppeninsel Isla de las Munecas

Südlich der mexikanischen Hauptstadt Mexico City liegt die gruselige Puppeninsel Isla de las Munecas, die definitiv für Gänsehaut Faktor sorgt. Einst war die Insel ein Rückzugsort für Touristen doch mittlerweile ist es nur noch ein Hotspot für Horror Fans, die kostenpflichtige Ausflüge dorthin unternehmenen können. Der Legende nach fand der einzige Bewohner der Insel, Julian Santana Barrera, im Jahr 1951 ein Mädchen am Ufer der Insel, das ertrunken war. Traumatisiert von dem Erlebnis hatte er von dem Augenblick an das Gefühl, vom Mädchen verfolgt zu werden. Um sie zu beruhigen fing er an Puppen an Bäume zu hängen, die er in den Kanälen fand.

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Julian Santana Barrera verstarb im Jahre 2001- er ertrank auf seiner Insel. Seit seinem Tod ist die Insel ein wahrer Touristenmagnet, für alle jene die den Nervenkitzel suchen. Die angsteinflößenden Puppen mit den seelenlosen Augen sind wirklich gruselig anzusehen- diese Insel ist defintiv nichts für schwache Nerven!

#3- Selbstmord-Wald Aokigahara, Japan

Am Fuße des Mount Fuji liegt in besonders beunruhigender Ort- der Aokigahara Forest. In diesem Wald begehen jährlich bis zu 78 Personen im Jahr Selbstmord. Der Roman „Kuroi Jukai“ aus den 1960er Jahren soll für die stetig steigenden Selbstmordraten verantwortlich sein. In der Geschichte bringen sich die Protagonisten genau in diesem dichten und undurchsichtigen Wald um.

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Seither begeben sich viele Menschen in den mysteriösen Park am Fuße des Mount Fuji um Selbstmord zu begehen. Doch vielleicht wollen sie auch nur den sagenumwobenen Ort erkunden und verirren sich in den Weiten des Waldes. Die japanische Regierung versucht anhand von Schildern die Menschen davon abzuhalten, Selbstmord zu begehen- jedoch mit mäßigem Erfolg. Auf den Schildern sind Dinge zu lesen wie „Das Leben ist ein wertvolles Geschenk, dass dir deine Eltern gemacht haben“ oder „Bitte wende dich an die Polizei, wenn du den Wunsch hast zu sterben“. Auf dem Parkplatz am Waldrand findet man viele verlassene Autos von Besitzern, die in den Wald gegangen und nie wieder herausgekommen sind. Das ist ein wahrlich schauriger Ort!

#2- Das Geisterdorf Craco in Italien

Seit einer starken Bevölkerungsabwanderung in den 60er Jahren, die dazu führte dass die Einwohnerzahl von ca. 2000 auf nur 700 fiel, ist die italienische Ortschaft Craco eine wahre Geisterstadt. Für die Abwanderung wird ein Erdrutsch im Jahre 1963 verantwortlich gemacht, der durch den Ausbau von Abwassersystemen verursacht wurde. Heute findet man in Craco nur noch verfallene Gebäude, verlassene Straßen und verstreute Überbleibsel der einstigen Bewohner. Hier kommen alle Hobby Geisterjäger auf ihre Kosten!

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#1- Der verlassene Spreepark in Berlin

Mit einem Freizeitpark verbindet man eigentlich Vergnüngen und Spaß- doch der Spreepark in Berlin hat nicht viel mit einem gewöhnlichen Freizeitpark gemeinsam. In der alten DDR sollte der Park eigentlich den Bewohnern Ostberlins und des Umlands viel Freude bereiten aber daraus wurde nichts. Der Park liegt seit 12 Jahren verlassen im Plänterwald und zieht höchstens neugierige Gruselfans an. Viele der ehemaligen Attraktionen sind mit Unkraut überwuchert und machen einen unheimlichen Eindruck. Hier gibt es wirklich perfekte Fotomotive: die stillgelegte Achterbahnen, das heruntergekommene Riesenrad und die allgemein schaurige Atmosphäre im Park lassen die Herzen von Horror Fans höher schlagen. Man will sich gar nicht ausmalen wie es wohl ist nachts durch den Park zu schlendern.

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Der Spreepark ist der Treffpunkt für alle, die nach Nervenkitzel suchen. Pärchen kommen her um sich im Riesenrad zu vergnügen und jugendliche Gruppen treffen sich um gemeinsam zu trinken. Obwohl es einen Sicherheitsdienst gibt, hindert das viele nicht daran, das Gelände unerlaubt zu betreten. Der Spreepark gehört seit Langem zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Vor allem abends findet man hier einige Leute, die ihre Neugier befriedigen wollen. Wer den Park lieber auf legalem Wege erkunden möchte kann an einer Führung entlang des Zaunes teilnehmen.