Bora Bora ist das Traumziel vieler, doch wenn man an die Preise denkt, um dieses Paradies zu erreichen, verweilen die meisten lieber in ihren Träumen. Ich habe hier fünf Zutaten für euch zusammengestellt, damit ihr diese Reise wahr werden lassen könnt – plus eine Portion Abenteuer, denn den Himmel auf Erden erreicht man nicht mit dem Bus. Dafür aber belohnt euch die begehrteste Insel der Welt mit ihrer atemberaubenden Schönheit.

Günstig nach Bora Bora – 5 Zutaten für echte Abenteurer

Flexibilität | Zeit | Ausdauer | Reiselust | Kleingeld | Anreise

Günstig Übernachten | Tipps und Tricks

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Flexibilität

Das Wichtigste für diese Reise ist, dass ihr euch darauf einstellt, dass ihr wahrscheinlich nicht in der First Class anreisen werdet und dann sofort von eurem Überwasser-Bungalow ins Meer springen könnt. Diese Bungalows werdet ihr aus der Ferne bewundern können – es sei denn, ihr habt doch noch ein paar Ersparnisse geplündert, um ins Four Seasons einzuchecken. Bei diesem Low Budget Trip geht es darum, möglichst sparsam bis ans Ende der Welt zu kommen, ohne danach sein Hab und Gut verkaufen zu müssen. Deshalb müsst ihr flexibel, spontan und unkompliziert sein und immer daran denken, dass die Natur und ihre endlose Schönheit der absolute Luxus für euch ist.

Zeit

Französisch-Polynesien besteht aus 118 Inseln und liegt im südlichen Pazifik, zwischen Australien und Mittelamerika. Die Hauptinsel ist Tahiti, mit dem internationalen Flughafen Papeete. Bora Bora liegt ungefähr 40 Flugminuten entfernt. Um diese weite Reise aus Österreich möglichst günstig auf sich zu nehmen, braucht man Zeit. Die drei Optionen, welche ich für euch gefunden habe, brauchen je nach Budget und Reiselust mindestens vier Wochen Zeit, damit sich dieser große Aufwand auch lohnt.

Ausdauer

Die lange Anreise verlangt eine enorme Ausdauer, die sich aber am Ende belohnt machen wird. Ihr werdet am schönsten Ort der Welt eure Zehen in den weißen Sand halten, sodass die langen Aufenthalte und das Schlafen am Flughafen sofort in Vergessenheit geraten. Außerdem werdet ihr wahrscheinlich nicht in einem fünf-Sterne Luxushotel residieren, sondern in einem Schlafsaal mit fünf anderen abenteuerlustigen Menschen. Das kann zwar eng werden, dafür lernt man aber auch unglaublich spannende Persönlichkeiten kennen und schon viele Freundschaften sind durch das Teilen eines gemeinsamen Badezimmers entstanden.

Reiselust

Durch diese Step-by-Step Anreise werdet ihr sehr viele zusätzliche Länder bereisen und dort Eindrücke sammeln können. Bangkok bei Nacht sollte man unbedingt gesehen haben und wenn man schon um den halben Globus reist, lohnt es sich auf alle Fälle, ein paar Tage im wunderschönen Neuseeland zu verbringen oder für einen Schnappschuss beim Sydney Opera House vorbei zu sehen.

Kleingeld

Reisen kann durchaus günstig sein. Aber gratis ist es in den wenigsten Fällen. Und wenn ihr von Bora Bora träumt, müsst ihr doch ein wenig Kleingeld in der Tasche haben. Man kann während seiner Reise sehr viel einsparen und die Unterkünfte so wählen, dass man dabei nicht sein letztes Hemd verliert. Trotzdem aber werden die Flüge etwas teurer sein, als die der üblichen Pauschalreisen. Aber für seine großen Träume steckt man doch manchmal etwas weg. Versucht vielleicht im Alltag ein klein wenig einzusparen, damit es umso eher auf große Weltreise gehen kann. Glaubt mir, es wird sich lohnen!

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Foto: sarayuth3390 / Shutterstock.com

Anreise – Drei Optionen

  • Wien – Asien (Bangkok) – Australien – Neuseeland – Papeete/Bora Bora

Diese Anreise beansprucht wahrscheinlich den größten Zeitaufwand, dafür reist ihr aber durch Asien und könnt Stopps in Australien und Neuseeland einlegen, und auch dort das Land entdecken. Ich empfehle euch einen günstigen Hin-und Rückflug ab Wien nach Bangkok für ca. 460€, dort könnt ihr dann je nach Belieben in einem Hostel oder günstigem Hotel unterkommen. In Bangkok gibt es Hotelangebote in allen Preisklassen. Danach empfehle ich euch eine Weiterreise nach Australien, damit ihr diesen Kontinent nicht nur überquert, sondern auch erleben könnt. Down Under erreicht ihr schon für etwa 170€/one way und könnt noch eine Metropole erkunden, bevor ihr im Paradies entspannt.

Wer Australien überspringen möchte, kann ab 410€/oneway von Bangkok nach Auckland fliegen und von dort aus seine Weiterreise nach Papeete antreten. Das ist zwar teurer, aber so könnt ihr das wunderschöne Neuseeland für euch entdecken. Von Australien nach Auckland kommt ihr für etwa 290€/oneway. Nachdem ihr nun schon eine weite Reise hinter euch habt und viele Eindrücke sammeln konntet, habt ihr es fast ins Paradies geschafft. Air New Zealand bringt euch auf direktem Wege für ungefähr 510€ nach Papeete hin und wieder zurück.

Für die Rückflüge ab Neuseeland nach Bangkok empfehle ich euch AirAsia und Jetstar, denn mit diesen beiden Airlines gibt es innerhalb Asiens einige Flugrouten ab 24€, wodurch ihr für wenig Geld sehr weit kommt und euren Trip individuell gestalten könnt. Insgesamt müsst ihr für diese Flugroute, je nach Abweichungen, ca. 1450€ einplanen.

  • Wien – Los Angeles (alternativ über Hawaii) – Papeete/Bora Bora

Die zweite Option, um einmal auf Bora Bora aufzuwachen, ist über Nordamerika zu fliegen. Dabei nehmt ihr einen Hin- und Rückflug von Wien nach Los Angeles  für ca. 450€. Nachdem ihr ein paar Tage Los Angeles erkundet habt, geht es für ca. 1400€ weiter nach Papeete. Direktflüge gibt es ab L.A. und ab Hawaii, ihr könnt daher auch einen Zwischenstopp auf Hawaii einlegen, was aber je nach Budget individuell geplant werden kann. Bei dieser Route müsst ihr ca. 1850€ einplanen. Diese Route ist zwar die teuerste, aber dafür könnt ihr euch zwei weitere tolle Ziele ansehen.

Mount Roto Nui Volcanic Mountain Moorea Island

  • Wien – Papeete/Bora Bora

Diese Möglichkeit ist ebenfalls etwas teurer, dafür legt ihr aber keine längeren Zwischenstopps in anderen Ländern ein. Ihr reist direkt ab Wien nach Papeete für ca. 1700€. Wenn ihr zeitlich flexibel seid, empfehle ich euch, immer wieder Flüge zu überprüfen und auf Flugseiten nach dem „günstigsten Monat“ zu suchen, da ihr dabei oftmals ein „Schnäppchen“ finden könnt, das euch nach Französisch-Polynesien bringen kann. Bedenkt aber, dass ich hier nicht von einem „Billigflug“ sprechen kann, denn schließlich fliegt ihr in eines der abgeschiedensten Länder der Welt.

  • Anreise nach Vaitape/Bora Bora

Aufrund der großen Bekanntheit, atemberaubender Schönheit und Abgeschiedenheit ist es etwas schwieriger, günstig nach Bora Bora zu kommen. Aber es gibt zwei Möglichkeiten. Zum einen könnt ihr auf AirTahiti.com einen Airpass erwerben, der euch das Inselhopping ermöglicht. Dadurch spart ihr bis zu 30% und könnt auch noch mehrere Inseln besuchen. Es gibt dabei verschiedene Pässe. Den preiswertesten mit Bora Bora im Angebot bekommt ihr für 397€ (inklusive folgender Inseln: Moorea, Huahine, Raiatea, Bora Bora, Maupiti).

Richtig günstig nach Bora Bora kommt ihr aber am besten mit einem der Frachtschiffe. Dieses Unterfangen ist etwas für die Abenteurer unter euch, denn ihr seid mehrere Stunden auf diesem Schiff unterwegs. Es gibt Passagierkabinen und Sitzmöglichkeiten, aber natürlich nicht den Komfort eines Kleinflugzeuges. Dafür bekommt ihr ein One-Way-Ticket von Tahiti nach Bora Bora schon für ca. 46€. Dabei macht ihr noch ein paar Zwischenstopps und seht auch noch ein paar andere Inseln. Am besten erkundigt ihr euch vor Ort bei den jeweiligen Veranstaltern (zum Beispiel Hawaiki Nui – Motu Uta, 98713 Papeete) nach Tickets, da diese nur dort erworben werden können. Auch diverse Tourismus-Büros können euch helfen, ein Boot-Ticket zu bekommen. Wenn ihr von Tahiti zur Nachbarinsel Moorea wollt, könnt ihr zum Beispiel mit der Fähre für nur 25€ hin und zurück fahren.

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Günstig übernachten

  • Couchsurfen

Wer noch nichts von Couchsurfing gehört hat, sollte sich unbedingt diese Alternative zu teuren Hotels überlegen, da man dabei kostenlos bei Einheimischen unterkommen kann. Diese Art zu reisen ist etwas ganz Besonderes, weil man einen Einblick in die Lebensweise des Landes bekommt und über die Grenzen eines Hotelresorts blicken kann. Die Gastfreundlichkeit in Französisch-Polynesien ist einzigartig und beim Couchsurfen werdet ihr ein Mitglied der Familie sein, bekommt Insidertipps aus erster Hand und könnt dabei auch noch eine Menge Geld sparen!

  • Campen

Die wohl günstigste Art auf Bora Bora und auf den Nachbarinseln zu übernachten, ist in einem Zelt. Es gibt ein paar Campingplätze, außerdem bieten viele kleine private Unterkünfte ihre tropischen Gärten an, um auch dort sein Lager aufzuschlagen. Näher könnt ihr dem Paradies wohl kaum kommen. Zelte bieten die meisten Plätze aber nicht an, deshalb empfiehlt es sich, je nach Anreise, selbst eins mitzubringen oder vor Ort in Papeete zu kaufen. Dafür bezählt ihr pro Person nur 16€ und genießt dabei eine traumhaft schöne Aussicht aus der ersten Reihe. Auf Moorea, der Nachbarinsel von Tahiti, habt ihr beispielsweise bei Camping Nelson für 15€ einen Platz mit Blick auf die Lagune oder könnt für 28€ einen Bungalow mieten.

  • Private Unterkünfte

Auf Bora Bora gibt es zwar hauptsächlich teure Luxus-Unterkünfte, aber Airbnb ist eine gute Möglichkeit, nach einer privaten, günstigeren Bleibe zu suchen. Hier gibt es einige schöne Backpacker Unterkünfte, die ihr bereits ab 42€ pro Nacht buchen könnt. Einen eigenen kleinen Bungalow bekommt ihr bereits für zwischen 100 und 250€ pro Nacht – hier müsst ihr dann selbst entscheiden, wie viel „Luxus“ ihr euch wünscht. Ihr seht also schon, dass es durchaus Möglichkeiten gibt, auf Bora Bora verhältnismäßig günstig zu schlafen.

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Tipps und Tricks

  • Diese Reise macht man bestimmt nicht alle Tage und deshalb sollte man sich auch mental darauf einstellen, dass der Luxus, den man erleben wird, nicht materieller Natur entspricht. Ein Garten Eden, das Paradies auf Erden, Bilder, die man sonst nur als Bildschirmschoner kennt, werden wahr. Das sollte euer großes Ziel sein. So müsst ihr schon mal eine lange, unbequeme Reise in Kauf nehmen, werdet dafür aber mit einem atemberaubenden, ja schon surrealem Anblick belohnt. Glaubt mir, das wird es wert sein.
  • Wer trotzdem ein wenig Luxus-Luft schnuppern möchte, kann sich erkundigen, welche Resorts öffentliche Bars haben, damit ihr abends auf einen Drink gehen könnt.
  • Um die Insel zu entdecken, solltet ihr euch zu Fuß auf den Weg machen, denn das kostet nichts und ihr erlebt dabei auch noch viel mehr.Ansonsten könnt ihr ein Fahrrad mieten oder mit dem Kayak die vielen Luxusresorts vom Meer aus betrachten und die tolle Lagune erkunden.
  • Air Tahiti bietet keine Sitzplatzreservierung an, aber da die Flieger klein sind, habt ihr eine tolle Aussicht über die Atolle. Seid also frühzeitig am Flugplatz und versucht links zu sitzen, dann habt ihr den besten Blick beim Überfliegen der Inseln.

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Sparen beim Essen

Das Essen in Französisch-Polynesien ist meist teuer, da viele der Lebensmittel importiert werden. Ihr solltet also darauf achten, hauptsächlich lokale Speisen zu kaufen, wie zum Beispiel saisonales Obst oder frischen Fisch. Am meisten spart ihr, wenn ihr in eurer Unterkunft selbst kochen könnt oder euch auf kleine Snackbars oder Essensstände beschränkt. Und falls ihr doch einmal schön zu Abend essen wollt, empfehle ich euch das Bloody Mary, die wahrscheinlich bekannteste Bar auf Bora Bora. Im Eingangsbereich gibt es sogar eine Tafel mit Namen prominenter Leute, die hier schon Platz genommen haben. Eine Speisekarte gibt es dort nicht, ihr wählt eure Hauptspeise von einem großen Buffet (Fleisch und Fisch) und zahlt dann für das jeweilige Gericht, für das ihr euch entscheidet.

Alternativen

Wer einfach nur ans Ende der Welt und sich wie Robinson Crusoe fühlen möchte, kann sich auch ein paar alternative Inseln überlegen, die vielleicht nicht so bekannt sind wie Bora Bora, ihr aber in ihrer Schönheit bestimmt nicht nachhängen. Da gibt es zum Beispiel Maupiti, die ebenso tolle Gebirgszüge und Lagunen aufweist, wie Bora Bora, Moorea westlich von Tahiti oder Raiatea, im Süden Bora Boras. Auch das etwas weiter entfernte Tikehau Atoll, bekannt aus Adam und Eva, bietet sich an. Sicher ist auf jeden Fall, dass es in Französisch-Polynesien überall ein Paradies zu entdecken gibt und ihr bestimmt nichts falsch machen könnt, indem ihr auch andere Inseln erkundet.