Istanbul gehört definitiv zu den schönsten Städten auf der ganzen Welt. Verteilt auf zwei Kontinente erwarten euch so einige Highlights und vor allem viel Geschichte. Die meisten Touristen verschlägt es auf die europäische Seite der Stadt, da dort die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Die blaue Moschee, Hagia Sophia, Topkapi Palast – wenn ihr das volle Touristenprogramm wollt, bietet der europäische Teil von Istanbul alles was das Herz begehrt. Doch wenn ihr auch das echte, das authentische Istanbul kennenlernen wollt, solltet ihr euch auf jeden Fall auf die asiatische Seite begeben. Auf der „Anadolu Yakasi“, wie sie auf türkisch heißt, gibt es zwar nicht so viele Sehenswürdigkeiten aber dafür bekommt ihr einen Eindruck in das wahre Leben in Istanbul. Ich verrate euch, was die asiatische Seite ausmacht und wo ihr unbedingt hin solltet.

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Anadolu Yakasi – Das Istanbul jenseits der Touristenmassen

So schön Istanbul auch ist, der ständige Trubel kann auch ziemlich anstrengend sein. Vor allem in touristischen Gegenden wie Taksim, Eminönü oder Sultanahmet kommt man vor lauter Touristenmassen schwer voran. Um diesem Trubel zu entgehen, solltet ihr die Hauptsaison meiden oder einfach die Seiten wechseln! Als einzige Stadt auf zwei Kontinenten bietet Istanbul seinen Besuchern gleich zwei verschiedene Welten. Während der europäische Teil als pulsierendes Touristenzentrum bekannt ist, findet ihr im asiatischen Teil das authentische Istanbul. Ruhige Straßen, wunderschöne Strände und billige Shoppingmöglichkeiten – die „Anadolu Yakasi“ hat kaum etwas mit dem europäischen Teil gemeinsam. Um euch davon zu überzeugen, könnt ihr ganz einfach die Fähre nehmen, die euch in nur 20 Minuten auf die andere Seite bringt. Natürlich könnt ihr auch mit dem Auto oder dem Bus rüberfahren aber das dauert wesentlich länger und der Weg ist nicht halb so schön wie über den Bosporus ;)

Kadiköy und Moda – Willkommen auf der anderen Seite

Die Fähre bringt euch direkt ins berühmteste Viertel der asiatischen Seite: Kadiköy. Sobald ihr aus der Fähre aussteigt, werdet ihr merken, dass die Stimmung hier anders ist als auf der europäischen Seite. Eine bunte Mischung aus Pendlern, Studenten und Händlern tummelt sich hier am Hafen und ihr bekommt gleich mal einen ersten Eindruck vom echten Istanbul. Kadiköy ist ein sehr lebendiger Stadtteil mit vielen Geschäften, Bars und Restaurants doch ihr könnt euch sicher sein, dass es hier keine Touristenströme gibt. Unbedingt einen Besuch wert ist der Basar von Kadiköy, ein Pendant zum berühmten großen Basar nur viel billiger und nicht so überfüllt. Ein weiteres Must-See ist der Haydarpaşa Bahnhof, der zweitgrößte Bahnhof von Istanbul. Von Kadiköy aus kommt ihr auch schnell in den Stadtteil Moda, der am Marmameer liegt und eine tolle Aussicht auf den Topkapipalast bietet. Auch hier gibt es zahlreiche Cafés, Restaurants und Bars, wo ihr abseits vom Touristentrubel entspannen und das wahre Istanbul auf euch wirken lassen könnt.

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Haydarpaşa Bahnhof, Quelle: Flickr

Bağdat Caddesi – Der Rodeo Drive von Istanbul

Wenn ihr auf der Suche nach Luxus seid, wird euch diese Straße definitiv umhauen. Die Bağdat Caddesi im asiatischen Teil ist der Ort für Reiche und Schöne. Hochkarätige Designer Läden und Luxusautos erinnern an den berühmten Rodeo Drive in Los Angeles. Auf der 10 Kilometer langen Straße gibt es neben teuren Geschäften wie Louis Vuitton, Pierre Cardin und Armani auch zahlreiche Cafés und Restaurants, die zum verweilen einladen. Auch wenn ihr hier nichts kauft, ist die Straße allein wegen der Atmosphäre einen Besuch wert. Im Gegensatz zur berühmten Istiklal Caddesi im europäischen Teil ist es hier auch erstaunlich ruhig und ihr könnt euch in Ruhe umsehen. Von dieser Straße aus könnt ihr auch runter zum Strand und die Idylle genießen. Die Strände auf der asiatischen Seite eignen sicht perfekt für sportliche Akitivitäten. Besonders beliebt sind die Radwege, die am Strand entlang verlaufen.

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Bağdat Caddesi, Quelle: Flickr

Üsküdar – Prunkvolle Villen und eine traumhafte Aussicht

Wenn ihr den Stadtteil Üsküdar besucht, werdet ihr schnell merken, dass hier viele reiche Menschen leben. Das Bosporusufer ist nämlich gesäumt von beeindruckenden Luxus Villen, die einem den Atem rauben. Neben zahlreichen Villen findet ihr hier aber auch die meisten der Istanbuler Moscheen, denn die Bewohner dieses Viertels sind eher traditionell und sehr gläubig. Besonders beeindruckend ist die Hafenmoschee, die der Architekt Sinan einst für die Sultanstochter Mihrimah gebaut hat. In Üsküdar befindet sich auch der Karaca-Ahmet-Friedhof, der größte muslimische Friedhof der Welt. Vom Hafen aus habt ihr eine perfekte Sicht auf den berühmten „Mädchenturm“ und den Bosporus.

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Üsküdar, Quelle: Flickr

Na, habt ihr Lust bekommen die asiatische Seite von Istanbul für euch zu entdecken? Dann schaut doch mal bei meinen Istanbul Angeboten vorbei, ich poste regelmäßig neue Schnäppchen ;)

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