Vor der Küste von Nova Scotia liegt eine kleine Insel voller Geheimnisse: die Oak Island. Die 1,5 Quadratkilometer große Insel wirft bis heute einige Fragen auf. Es ranken sich seit über 200 Jahren die verrücktesten Legenden um sagenhafte Schätze von Piraten, Wikingern und Templerorden. Ich habe mich mal ein bisschen mit der Geschichte der Insel befasst und erzähle euch, was Oak Island so mysteriös macht ;)

oak island

Drei Freunde auf Schatzsuche

Alles begann im Jahr 1795, als der Jugendliche Daniel McGinnis während eines Streifzugs durch die Insel einen Schacht entdeckte. Fasziniert von seinem Fund auf der unbewohnten Insel begab er sich am nächsten Tag mit seinen zwei Freunden Anthony Vaughn und John Smith auf Schatzsuche. Sie entdeckten Schieferplatten und mehrere Lagen Holzstämme, doch als das Loch zu tief wurde mussten sie die Aktion abbrechen. Einer von den Freunden, John Smith, kam von der Insel nicht los und kaufte schliesslich das Grundstück um den Schacht. Im Jahr 1804 begannen die Freunde mit finanzieller Unterstützung der Firma Onslow Company und technologischen Mitteln erneut zu graben. Diesmal drangen die Freunde bis auf 30 Meter Tiefe vor und fanden dort neben weiteren Holzstämmen und Lehm auch eine Schieferplatte mit rätselhaften Zeichen drauf. Außerdem kamen auch Bündel von Kokosfasern zum Vorschein, die einst genutzt wurden um zerbrechliche Fracht auf Schiffen zu schützen. Da war es für die Männer klar: Hier musste ein Piratenschatz begraben liegen! Doch die Euphorie hielt nicht lange an, denn über Nacht wurde der Schacht mit Wasser überflutet. Alle Versuche, die Grube leer zu pumpen, scheiterten. Als die Onslow Company schliesslich pleite ging mussten die Grabungen endgültig eingestellt werden.

Oak Island- Nichts weiter als eine „Geldgrube“?

40 Jahre lang wurde es still um die Grube auf Oak Island bis im Jahr 1849 die Firma Truro Company einen neuen Versuch startete- diesmal mit noch mehr Geld und den neuesten technologischen Mitteln. Auch die Freunde Anthony Vaughn und John Smith halfen wieder bei der Suche mit. Es wurden Kanäle gegraben, Dämme gebaut, der Schacht untertunnelt doch auch das brachte nichts. Die Gruppe scheiterte und auch dutzende weitere Schatzsucher, die danach ihr Glück versuchten, fanden nicht das Erhoffte. Weil immer mehr Geld in die Schatzsuche investiert wurde aber alle damit nur arm wurden, erhielt die Grube den Beinamen „Money Pit“ („Geldgrube“). Doch die Schatzsuche auf Oak Island forderte nicht nur viel Geld sondern auch insgesamt sechs Todesopfer. Die Einwohner der Insel sprachen bereits vom „Fluch von Oak Island“. Der Legende nach müssten erst sieben Menschen sterben, damit die Insel ihr Geheimnis offenbart.

Die Geschichte um Oak Island ist so faszinierend, dass sie jetzt sogar eine eigene Serie bekam. Der History Channel begleitet seit Februar 2013 die beiden US-Brüder Rick und Marty Legina bei deren Suche nach dem Schatz. In der Sendung „Expedition Oak Island“ kann man verfolgen, wie die Brüder und ihr Team der Wahrheit immer näher kommen. Der Erfolg spricht für sich: mithilfe von Metalldetektoren finden die Brüder eine spanische Kupfermünze aus dem 17. Jahrhundert- der endgültige Beweis, dass ein uralter Schatz auf der Insel begraben liegt? Es wird aber sogar noch spannender: in der zweiten Staffel lassen die Schatzsucher ein Sonargerät in die Grube hinab, die offenbaren soll was am Boden der Money Pit vergraben liegt. Und tatsächlich: zu erkennen sind zwei mittelgroße rechteckige Objekte! Wer wissen will, wie es mit der Schatzsuche weitergeht muss sich aber leider noch ein bisschen gedulden- die zweite Staffel der Expedition Oak Island wurde erst in den USA ausgestrahlt. Bis es bei uns auf dem deutschen Pay TV Sender History zu sehen ist, dauert’s leider noch eine Weile ;)

Wenn ihr mehr über die Geschichte von Oak Island erfahren wollt, schaut euch doch einfach mal diese Folge der Doku-Reihe Terra X an.