Die weißen Terrassen von Pamukkale (bedeutet auf türkisch Baumwolle) gehören zu den größten Naturwundern der Türkei. Das Naturdenkmal gibt es schon seit der Antike, damals suchten Kreislauf-, Rheuma- und Herzpatienten in dem Thermalwasser Linderung für ihre Leiden. Heute sind die Sinterterrassen ein Touristen-Magnet und ziehen Menschen aus aller Welt an. Früher durfte man auch in den himmlischen Pools baden, jedoch ist das seit 15 Jahren verboten, da Touristen den Kalkstein schwer beschädigt haben. Dennoch versuchen manche trotzdem unerlaubt in die Becken zu steigen.

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Pamukkale – ein Ort wie aus dem Märchenbuch

Die Märchenlandschaft Pamukkale liegt ungefähr 20 km nördlich der Stadt Denizli im Westen der Türkei. Schon bei der Anfahrt strahlen einem die extrem weißen Kalksinterterrassen entgegen und erscheinen wie ein vereister Wasserfall. Das Wasser im natürlichen Thermalbecken kann bis zu 36 Grad Celsius heiß werden. Das heutige Pamukkale wurde um 190 v. Chr. durch Eumenes II von Pergamon als Hierapolis gegründet. Schon die Römer nutzten die Thermalbecken – damals um sich zu entspannen oder um Beschwerden zu lindern. Die Überbleibsel aus dem römischen Zeitalter findet man heute noch vor Ort, überall sind Ruinen zu sehen.

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Pamukkale gehört zu den meistbesuchtesten Zielen der Türkei, doch das hinterlässt auch seine Spuren. Durch die bis zu 1000 Touristen pro Tag haben die Kalkterrassen leider viel von ihrer ursprünglichen Schönheit eingebüßt. Früher noch schneeweiß, wirkten die Terrassen irgendwann nur noch dreckig und abgenutzt. Aus diesem Grund wurde der Toursimus in den letzten Jahren erheblich eingeschränkt. Im Jahr 1977 wurden die Sinterterassen komplett abgesperrt und viele Hotels in der Gegend wurden abgerissen. Das Betreten des Sinterhangs ist heute strengstens reguliert und ist nur noch barfuss auf einem kleinen Stückchen möglich. Aber dafür glänzen die schneeweißen Terassen fast wieder in ihrem alten Glanz.

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In Pamukkale gibt es aber noch mehr zu entdecken als die Sinterterrassen. Tiefer am Hang liegen Kultstätten wie der Apollon Tempel, Felshöhle des Plutoniums oder das antike Theater. Hier gibt es auch ein archäologisches Museum, das einige verzierte Sarkophage beherbergt. Hinter dem Museum befindet sich der Antique Pool, wo man im angenehmen Quellwasser zwischen Säulenteilen umher schwimmen kann. Pamukkale ist definitiv der schönste weiße Fleck auf der türkischen Landkarte.

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So kommt ihr nach Pamukkale

Wenn ihr Pamukkale einen Besuch abstatten wollt, fliegt ihr am besten nach Denizli. Von dort aus kommt ihr einfach mit dem Bus nach Pamukkale. Günstige Flüge von Wien nach Denizli gibt es auf momondo.de, unten habe ich euch ein paar Hotels in der Nähe der Sinterterrassen rausgesucht.

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