Als Gott Sardinien erschuf, nahm er zunächst ein paar Gesteinsbrocken, warf sie ins Meer und trat sie mit dem Fuß fest. Weil die Felsen nicht so kahl bleiben sollten, suchte er sich auf der ganzen Erde von allem Schönen etwas zusammen und verteilte es harmonisch auf der Insel. So entstand ein kleines Abbild seiner bisherigen Schöpfung. 

Das besagt zumindest die Legende über die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Sardinien gehört heute zu den schönsten Urlaubsorten in Italien und das zu recht. Unberührte Landschaften, glasklares Wasser und traumhafte Strände lassen Besuchern den Atem stocken. Trotzdem wurde Sardinien bis jetzt vom Massentourismus verschont, lediglich an der Küste finden man kleine Feriensiedlungen und Hotels. Da ich selber ein großen Sardinien Fan bin habe ich mal einen persönlichen Reiseführer zusammengestellt, der euch eine meiner Lieblingsinseln näher bringen soll ;)

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Die beste Reisezeit und Anreisemöglichkeiten

Wenn ihr mal nach Sardinien wollt, solltet ihr das am besten zwischen Mai und September tun. Den Rest des Jahres sind viele Campingplätze und Hotels geschlossen. Hauptsaison ist von Juli bis Ende August, wo sich die Insel mit Urlaubern füllt und die Hotels und Flüge am teuersten sind. Wenn ihr eure Ruhe haben wollt, solltet ihr bereits im Juni hinfahren. Ihr könnt die Insel per Fähre oder Flugzeug erreichen. Der Vorteil bei der Fähre ist, dass ihr euer eigenes Auto mitnehmen könnt, denn ohne Fahrzeug ist es relativ schwer die Insel zu erkunden. Natürlich könnt ihr euch aber auch vor Ort einen Mietwagen nehmen.

Unterkünfte auf Sardinien

Auf Sardinien habt ihr die Wahl zwischen vielen Unterkünften. Ich persönlich liebe die Ferienhäuser, wo man sich fühlen kann wie ein Einheimischer. Aber ihr könnt euch natürlich auch einen Campingplatz mieten oder in einem Hotel übernachten. Ebenfalls beliebt ist hier auch Agriturismo, eine Art Ferien auf dem Bauernhof. Für alle, die sich die ganze Insel anschauen und viel herumreisen wollen, eignet sich ein Wohnwagen am besten. Die meisten Unterkünfte gibt es an der Küste, im Ladesinneren ist das Angebot sehr begrenzt. Wenn ihr in der Hauptsaison (Juli-August) hinwollt, solltet ihr am besten bereits ein halbes Jahr im vorhinein eine Unterkunft buchen. Euch sollte aber klar sein, dass es um die Zeit am teuersten ist. Wenn ihr ein Schnäppchen erwischen wollt, fahrt lieber in der Vor- (Mai-Juni) oder Nachsaison (September).

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Aktivitäten und heimische Küche

Nur faul in der Sonne liegen und bräunen ist nicht euer Ding? Kein Problem, denn auf Sardinien gibt es noch einige andere Möglichkeiten um seine Zeit zu vertreiben. Neben den üblichen Wassersportarten wie schnorcheln, tauchen oder surfen könnt ihr eine Wanderung durch die raue Bergwelt von Sardinien unternehmen. So könnt ihr wunderschöne Plätze entdecken und die Natur der Insel genießen. Für alle Reit-Fans gibt es überall auf der Insel auch Reiterhöfe, die Kurse und Austritte anbieten. Was gibt es schöneres als am Strand entlang zu reiten?

Nach einem langen Tag voller Aktiviäten braucht ihr natürlich auch Stärkung. Die sardische Küche hat so einiges zu bieten aber sie unterscheidet sich von italienischem Essen. Hauptsächlich kommt bei den Sardiniern Fleisch von Lämmern, Ziegen und Schweinen auf den Tisch. Dabei muss das ganze Tier samt Blut und Innereien verwertet werden. Die daraus hergestellten Gerichte zählen zu den sardischen Spezialitäten. Wer solche landestypischen Speisen probieren möchte, sollte ins Landesinnere. An den Touristenorten entlang der Küste findet man fast nur Pizza- und Pastagerichte. Neben leckerem Essen bietet Sardinien auch sehr gutes Mineralwasser, ihr müsst also kein importiertes Wasser vom Festland kaufen ;)

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Die schönsten Sehenswürdigkeiten

Auf Sardinien gibt es so viele tolle Sehenswürdigkeiten, dass ich nicht weiß wo ich anfangen soll! Über die ganze Insel verteilt gibt es viele Überbleibsel der Geschichte, traumhafte Landschaften und interessante Städte. Hier findet ihr viele Kulturdenkmäler aus verschiedenen Epochen und viele archäologische Fundstätten. Ich habe für euch mal ein paar meiner Favoriten zusammengeschrieben ;)

Zu den wichtigsten historischen Bauten gehört der Su Naraxi. Er ist ist der am besten erhaltene Nuraghe auf Sardinien. Als Nuraghen bezeichnet man die prähistorischen und frühgeschichtlichen Turmbauten der Bonnara-Kultur auf Sardinien. Diese Nuraghen findet man auf der Insel in vielen verschiedenen Formen. Es gibt auch ganze Nuraghen-Siedlungen, bei denen durch weitere runde Bauten ganze Dörfer entstanden. Ebenfalls interessant ist die Grabstätte Anghelu Ruju, die zu den wichtigsten im Mittelmeerraum gehört. Sie ist eine der wenigen Grabstätten, die nicht ausgeraubt wurden.

Zu meinen absoluten Favoriten auf Sardinien gehört auch die Sinis Halbinsel. Hier findet ihr historische Überbliebsel wie die Ruinenstadt Tharros oder die San Giovanni di Sinis, eine der ältesten Kirchen Italiens.

Die Domus de Janas (auf deutsch: Häuser der Feen) findet man zahlreich auf Sardinein. Das sind Felsengräber, die immer in größeren oder kleineren Gruppen zusammengefasst sind.

Neben kulturellen Sehenswürdigkeiten hat Sardinien auch viele landschaftliche Highlights zu bieten. Der Gennargentu gilt als Dach der Insel und bedeutet auf deutsch so viel wie: „Silberpass„. Eine der Höhlen, die ihr unbedingt besuchen solltet, ist die Blue Marino. Die Tropfsteinhöhle ist nur mit dem Boot von Cala Ganon aus erreichbar. Die Höhle ist 12 Kilometer lang und die Besichtigung mit dem Boot dauert etwa eine halbe Stunde. Eine weitere, beeindruckende Höhle findet ihr im Gebiet des Golfes von Orosei. Die 10km lange Grotta di Ispinigoli hat mit 38 Metern wohl die größten Stalaktiten Europas. Wer eine Schwäche für Naturparks hat sollte auch unbedingt ins Parco Assi. Der 1350 Hektar große Park liegt mitten im Binnenland der Insel, an der Grezte der Provinzen Barbagio-Mandrolisai und Oristano. Grünblaues Wasser und grüne Vegetation umgeben von einer beeindruckenden Berglandschaft erwartet euch am Lago del Cedrino. Hier fühlt ihr euch wie in einem Film!

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Die schönsten Strände

Wenns um Sardinien geht darf eines natürlich nicht fehlen: die wunderschönen Strände! Natürlich gibt es auf der Insel zahlreiche Strände mit weißem Sand und glasklarem Wasser aber da ich hier nicht alle aufzählen kann, präsentiere ich euch mal meine drei Lieblinge!

Fangen wir an mit der Costa Paradiso. Der Name dieser Küste sagt eigentlich schon alles: hier erwartet die Besucher paradiesische Schönheit. Wunderschöne kleine Buchten und feiner Sandstrand zeichnen die Paradiesküste aus. Am besten fragt ihr einen Einheimischen nach Geheimtipps entlang der Costa Paradiso, sie kennen die besten Strände die nicht so überlaufen sind. Wenn man von Santa Teresa im Norden Sardiniens die Küstenstraße Richtung entlangfährt, sollte man nach ca. 30 Kilometern dem Schild „Costa Paradiso“ für ungefähr 5 km bis an die Küste folgen. Von dort führt ein schöner Fußweg Richtung Meer. Der wohl bekannteste Strand an der Costa Paradiso ist der Li Cossi. 

Mein nächster Tipp für euch ist die Costa Smeralda, die wohl auch die bekannteste Küste von Sardinien ist. Ihren Namen hat die Costa Smeralda dem smaragdgrünem Meer zu verdanken. Mittlerweile wurde die Küste in einen Touristenort verwandelt, wer also auf der Suche nach dem echten, authentischen Sardienien ist sollte lieber woanders hin.

Ebenfalls traumhaft schön aber weniger überlaufen ist es an der Costa del Sud, die sich zwischen dem südlichsten Punkt Sardieniens, dem Capo Teulada und dem Ort Pula erstreckt. Die Strände sind geprägt von vielen Buchten und einer felsigen Landschaft. Während ihr die kurvige Küstenstraße entlangfahrt, könnt ihr euch von den wunderschönen Farben der Natur beeindrucken lassen.

Ich hoffe ich konnte euch mit meinen Tipps ein bisschen Lust auf Sardinien machen ;) Falls ihr auf der Suche nach einem günstigen Angebot seid, schaut mal hier vorbei.

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