In genau einem Monat steht wieder Halloween vor der Tür und zu diesem Anlass habe ich ein absolutes Grusel-Traumziel für euch rausgesucht: Transsilvanien! Vielen läuft wahrscheinlich allein bei der Erwähnung von diesem Ort ein Schauer über den Rücken –  schliesslich ist Transsilvanien die Heimat von Dracula. Bis heute kreisen schaurige Geschichten über dem mystischen Ort in Rumänien. Ich erzähle euch, was es mit den ganzen Mythen auf sich hat und verrate euch, was ihr dort auf keinen Fall verpassen solltet.

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Burg Hunedoara

Der Mythos um Graf Dracula

Das Gebiet im Herzen von Rumänien wäre wahrscheinlich nicht mal halb so bekannt, hätte es die Geschichte rund um Dracula nicht gegeben. Im Jahr 1987 rief der irische Schriftsteller Bram Stoker den Fürsten der Finsternis ins Leben. Doch diese Idee kam nicht von ungefähr. Inspiriert wurde Stoker von der Legende um den Fürsten Vlad III. Drăculea, der von 1448 bis 1476 das Fürstentum der Walachei regierte. Dieser spießte seine Gegner mit Vorliebe auf Holzpfählen auf, was ihm den Beinamen Țepeș (auf Deutsch Pfähler) einbrachte.

Er soll außerdem das Blut seiner Opfer getrunken haben und sogar Männer gezwungen haben, ihre eigenen Frauen oder Kinder zu essen. Ende 1476 soll Vlad III. Draculea, der als Inbegriff von Schrecken und Willkür galt, geköpft worden sein. Seine Leiche blieb allerdings verschollen. Sein Grab im rumänischen Snagov wurde im Jahre 1931 geöffnet, und keine sterblichen Überreste konnten gefunden werden. Ist der blutrünstige Fürst wohl aus seinem Grab auferstanden und lebt noch heute als Vampir unter uns? Eins ist auf jeden Fall klar: Die Legende um Graf Dracula und sein historisches Vorbild Vlad ist unsterblich.

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Hat hier einst Grad Dracula gelebt?

Transsilvanien – Das perfekte Ausflugsziel an Halloween

Halloween in der Heimat von Graf Dracula – wenn das kein cooles Horror-Programm ist, dann weiß ich auch nicht. Gruselfans können hier ein echtes Abenteuer erleben und einiges entdecken. Übersetzt bedeutet Transsilvanien „jenseits des Waldes“, dessen Umgebung von wilden Landschaften geprägt ist und von den Bergen der Karpaten eingeschlossen wird.

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Bei Tag gibt es keine Spur von Gruselstimmung.

Der deutsche Name Siebenbürgen geht auf die 7 Burgen in der Umgebung zurück: Bistrita (Bistritz), Brasov (Kronstadt), Cluj Napoca (Klausenburg), Medias (Mediasch), Sebes (Mühlbach), Sibiu (Hermannstadt) und Sighisoara (Schäßburg). Viele Städte versprühen noch heute mitteralterliches Flair, wie zum Beispiel die barocke Altstadt von Cluj Napoca. Wenn ihr auf den Spuren von Graf Dracula wandern wollt, kommt ihr um Schloss Bran nicht herum. Keine 30 Kilometer von Brasov entfernt, soll hier einst Vlad der Pfähler gelebt haben. Beweise dafür gibt es nicht, dennoch ist dieses Schloss als Festung Draculas bekannt. Hier ist Gänsehautstimmung vorprogrammiert!

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Schloss Bran in Transsilvanien

Es ist schwer die Wahrheit und Legende voneinander zu trennen, da es so viele Sagen und Mythen rund um Dracula gibt. Ohne diese würde diese Gegend aber nicht so viele Touristen anziehen. Wenn man abends durch die Straßen schlendert, überkommt einen oft ein Schauer, ein unwohles Gefühl, welches einen auf Schritt und Tritt verfolgt. Während der Abenddämmerung spuken einem so manche Bilder im Kopf herum. Nachts wollt ihr sicher lieber in euren Betten liegen, wenn ihr in der Ferne des Waldes die Wölfe heulen hört. Das einstige Fürstentum Transsilvanien ist knapp 60.000 km² groß, große Teile davon bestehen aus dichtem Wald, in dem ungeheure Kreaturen wie Vampire, Hexen und Werwölfe leben sollen. Südlich grenzt die Wallachei an, ein unentdecktes landschaftliches Juwel im Süden Rumäniens.

So kommt ihr günstig nach Transsilvanien

Dank Wizz Air gibt es das ganze Jahr über günstige Flüge nach Rumänien. Wenn ihr nach Transsilvanien wollt, eignen sich die Flughäfen in Cluj-Napoca, Tirgu Mures und Sibiu am besten. Auch nach Bukarest kommt ihr für kleines Geld, allerdings liegt die Hauptstadt in der Wallachei, und nicht in Transsilvanien, sodass ihr euch zum Beispiel mit einem Mietwagen bis nach Transsilvanien durchschlagen müsst. Während eurer Reise durch Transsilvanien solltet ihr euch auf jeden Fall einen günstigen Mietwagen leihen, da die öffentlichen Verkehrsmittel in dieser Region nicht mehr gut ausgebaut sind und eure Ausflüge sehr viel Zeit in Anspruch nehmen würden. Mit einem Mietwagen seid ihr unabhängig und könnt die schaurigsten Orte auf eigene Faust erkunden, und auch schnell wieder ins Hotel flüchten, wenn es euch doch zu gruselig wird.

Gruselhotels – Hier bekommt ihr echtes Dracula Feeling

Ganz in der Nähe von Schloss Bran, der einstigen Heimat Draculas und der Stadt Brasov, liegt das Hotel House of Dracula. Euch wird hier Grusel-Feeling vom Feinsten geboten! Das Dracula Hotel versprüht ein ganz besonderes Flair, einerseits luxuriös eingerichtet und andererseits fühlt man sich doch so, als wäre Dracula nicht weit von hier entfernt. In nur 30 Minuten seid ihr mit eurem Mietwagen direkt am Schloss Bran und könnt die einschüchternden Gemäuer auf euch wirken lassen. Abgesehen von einer Folterkammer, die selbstverständlich nicht mehr genutzt wird, gibt es im Hotel „House of Dracula“ auch einen Wellness & Spa-Bereich. Ihr könnt euch nach einem langen Sightseeing-Tag oder Wanderungen durch die dichten Wälder eine entspannende Massage gönnen, um euch zu erholen.

Wenn ihr abends auf die schaurige Atmosphäre verzichten wollt, könnt ihr natürlich auch in einem „normalen“ Hotel übernachten. Da kann ich euch zum Beispiel das 4 Sterne Hotel Kronwell Brasov empfehlen. Direkt in Brasov gelegen, bietet es eine ideale Ausgangslage für tolle Ausflüge in die Umgebung. Neben einem umfangreichen Wellnessangebot, bietet euch das Hotel ebenfalls eine Verpflegung höchster Klasse! Das reichhaltige Frühstücksbuffet und kulinarische Höhepunkte beim Dinner in eleganter Atmosphäre stimmt wirklich jeden Gast zufrieden. Und das könnt ihr wörtlich nehmen – bei einer 100%igen Weiterempfehlungsrate.

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Schloss Bran bei Nacht

Das dürft ihr euch in Transsilvanien nicht entgehen lassen

Vor allem bei schlechtem Wetter empfehlenswert ist ein Besuch des Schaubergwerks in Turda. Dort steht ein ehemaliges Salzbergwerk in dessen Tiefen ihr sogar Paddelboot fahren könnt. Definitiv ein toller Ausflug bei dem unter der Erde wohl auch ein wenig Gruselstimmung aufkommen dürfte. Die Stadt Sighisoara (Schäßburg), in der Vlad III. Draculea geboren wurde, sollte ebenfalls von euch erkundet werden. Die spätmittelalterliche Festung, eine Burganlage mit Wehrtürmen, sowie die gotische Kirche und die denkmalgeschützten Gassen versetzten euch in vergangene Zeiten zurück, wo es vor gruseligen Kreaturen nur so gewimmelt haben soll.  In der Almasche Höhle wachsen wie von Geisterhand Eiszapfen auf dem Boden und formen menschliche Figuren. Ist dies das Werk Draculas oder treiben andere untote Wesen hier ihr Unheil?

Dracula Freizeitpark verflucht

Für alle Dracula-Fans ist es eine Tragödie: Seit 15 (!) Jahren ist ein Freizeitpark ganz im Stil Draculas in Planung und wird doch nie fertig gestellt. Ursprünglich sollte er in Schäßburg (Sighisoara) errichtet werden, da dies die Geburtsstadt Vlads ist und somit ein direkter Bezug zu Dracula besteht. Der Park sollte wie eine dunkle Version von Disneyland erscheinen, doch die rumänische Regierung entschied sich reichlich spät dazu, den Bau des Park doch nicht zu genehmigen, nachdem sie die Befürchtung hatten, dass sie durch einen Freizeitpark die Anerkennung als UNESCO Weltkulturerbe verlieren würden, die für diese Region enorm wichtig ist. Viele Millionen Euro der Investoren gingen durch diese Entscheidung verloren. Der Park wurde dann in der Nähe der Grabesstätte Vlads in Snagov geplant – aber es scheint ein Fluch über diesem Projekt zu liegen.

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Beeindruckende Landschaften erwarten euch in Rumänien

Na, was sagt ihr zu diesem Artikel? Würdet ihr euch trauen Halloween in Draculas Heimat zu verbringen? ;-)