Ein Strand, an dem Männer und Frauen durch eine Wand getrennt sind – gibt’s sowas überhaupt noch in der heutigen Zeit? Die Antwort ist Ja! Und zwar befindet sich dieser besondere Strand im italienischen Triest. Das Strandbad El Pedocin ist wahrscheinlich das letzte seiner Art in Europa – ich verrate euch, was es damit auf sich hat und wozu eine Geschlechtertrennung am Strand gut sein soll.

Der getrennte Badestrand von Triest
Foto: Travelbook

In diesem Strandbad sind Männer und Frauen getrennt

Das Strandbad El Pedocin in Triest wäre ziemlich unscheinbar, wäre da nicht die dicke Mauer mittendrin. Diese ist dazu da, um Männer und Frauen voneinander zu trennen – doch ist so etwas in der heutigen Zeit wirklich notwendig? Wenn es nach den Besuchern des Strandes geht, dann schon. Vor allem Frauen sehen die Mauer als großen Vorteil, da sie sie dadurch mehr Privatsphäre haben. Gerade in Italien verspüren Frauen laut Autorin Micol Brusaferro den Druck, immer gut auszusehen. Doch im Strandbad El Pedocin können sie sich gehen lassen und müssen sich keine Sorgen machen, von den vielen Macho Männern verurteilt zu werden. Da können auch Omas ganz unbesorgt in einem Stringtanga oder gar nackt schwimmen gehen.

Aber auch Männer schätzen die Mauer – so sagt einer der männlichen Badegäste zum Beispiel, dass man auf diese Weise ein bisschen Ruhe vor den nörgelnden Ehefrauen hätte. In El Pedocin sind also beide Geschlechter mit der Trennung einverstanden – sonst würde das Strandbad wohl nicht bereits seit 1903 existieren. Im Sommer kommen täglich etwa 3000 Badegäste ins El Pedocin, der Eintritt kostet nur 1€. Neben dem günstigen Eintrittspreis ist auch die Nähe zum Stadtzentrum ein großer Pluspunkt. Hauptsächlich wird das Bad von Pensionisten besucht, jedoch sieht man auch oft Familien mit Kindern. Diese sind übrigens bis zum 12. Lebensjahr von der Geschlechtertrennung ausgenommen. Dasselbe gilt auch für die Rettungsschwimmer.

Der Männer-Strand
Foto: Travelbook

Das besondere Bad erregte so viel Aufmerksamkeit, dass sogar eine Dokumentation darüber gedreht wurde. Der Film „L’Ultima Spiaggia“ (auf Deutsch: Der letzte Zufluchtsort) wurde letztes Jahr beim Filmfestival in Cannes vorgestellt und fand großen Anklang in den Triester Kinos.

Was sagt ihr zu diesem außergewöhnlichen Strandbad in Triest? Findet ihr so eine Geschlechtertrennung am Strand notwendig? Hinterlasst mir einen Kommentar und lasst es mich wissen!