Anreise –  UnterkunftStrandEssenSafari BlueFazit

 

Anreise

Die Anreise nach Sansibar ist wahrscheinlich die anstrengendste meines bisherigen Praktikums. Zuerst von München nach Wien, dann nach Addis Abeba, von dort zum Kilimajaro Int. Airport und dann lande ich endlich am winzigen Flughafen von Sansibar, südlich von Stonetown.

Der Jetlag hält sich diesmal in Grenzen, weil Ostafrika nur 2 Stunden voraus liegt – ich bin aber trotzdem sehr froh, dass schon ein Fahrer auf mich wartet. Bevor es in die Unterkunft geht will ich noch Geld abheben. Ohne Bargeld kommt man hier nicht weit. Der vierte Bankomat, den wir in Stonetown ausprobieren, funktioniert dann auch und ich habe genug T-Shilling für die nächsten Tage. Willkommen in Afrika.

Unterkunft

Meine Unterkunft liegt im Süd-Osten Sansibars, einem kleinen Fischerdorf namens Jambiani. Hier ist es etwas ruhiger als im nördlichere Paje, man hat aber trotzdem den wunderschönen Strand praktisch vor der Haustüre.

Das Villagio Seconda Stella wird (wie sehr viele Unterkünfte auf Sansibar) von einem italienischen Ehepaar geführt. Die Bungalows stehen im Kreis und sind alle dem Innenhof mit Pool zugewandt. Die Zimmer sind sehr simpel, sauber und mit ausreichend Platz. Alles ist sehr gemütlich und das Personal sehr freundlich. Mir gefällt es hier richtig gut. Einziges Manko ist die fehlende Klimaanlage, die bei dieser Hitze wirklich abgeht. Für vier Nächte inklusive Frühstück bezahle ich 220$.

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Strand

Ich mache mich gleich auf den Weg zum Strand. Um dort hinzukommen, muss man quer durch das Dorf gehen und bekommt so auch ein bisschen den Alltag und die Lebensverhältnisse der Menschen mit. Vom Strand selbst bin ich sofort begeistert. Farbtöne, die man sonst nur von Postkarten kennt, und weißer Sand. Hier kann man kilometerweit spazieren und den kleinen Fischerbooten und Kindern beim Spielen zusehen. Das Wasser ist so warm, dass es schon fast nicht mehr erfrischend ist.

Ein absolutes Spektakel ist für mich Ebbe am Strand in Jambiani. Das Wasser geht so weit zurück, dass man wahnsinnig weit, an „gestrandeten“ Booten vorbei, in den Ozean spazieren kann. Genauso unglaublich ist, wie schnell das Wasser wieder zurückkommt.

 

Essen

In meiner Unterkunft gibt es natürlich auch gutes Essen. Man kann sich zwischen italienischer und lokaler Swahili Küche entscheiden. Beides schmeckt wirklich gut und ist auch relativ preiswert. Eine Pizza gibt es zum Beispiel um umgerechnet 7,40€ (18 000 Tsh). Ich kann ganz besonders den Fisch empfehlen, der ganz frisch gefangen und zubereitet wird. Wenn man ein paar Sätze Kiswahili spricht, kann man im Dorf deutlich günstiger essen.

Safari Blue

Die Unterkunft bietet auch diverse Touren, von Ausflügen nach Stonetown, bis Gewürz-Touren an. Ich entscheide mich für den Schnorchel-Trip Safari Blue. Der Tagesausflug startet um 9 Uhr früh. Unser Boot ist ein altes Fischerboot aus Holz und führt die insgesamt 10 Gäste + Crew zum ersten Stopp, einer Sandbank mitten im Ozean. Einige andere Tourboote haben die gleiche Idee und deshalb wird es ziemlich eng auf der kleinen Insel. Trotzdem ist die Location wunderschön, vor allem die Farbtöne, die im Meer zu sehen sind, sind unbeschreiblich. Nach nur 30 Minuten müssen wir weiter. Die Sandbank verschwindet schneller, als gedacht. Weiter geht es zu einem Korallenriff, an dem ausgiebig geschnorchelt wird. Die Vielfalt an Fischen ist wirklich beeindruckend und wir bekommen genug Zeit, um ohne Stress die Unterwasserwelt zu entdecken.

Danach wird auf einer etwas größeren Insel Mittagspause gemacht. Zu Essen gibt es frischen Fisch in allen Variationen und kalte Getränke. Außerdem bleibt Zeit zum Entspannen und Sonnenbaden. Auch Schnorcheln kann man an diesem Strand super. Es folgen noch einige Stopps bei winzigen Inseln und schönen Korallenriffen. Die Crew ist sehr flexibel und geht voll auf unsere Wünsche ein. Gegen 16 Uhr landen wir wieder auf der Hauptinsel und der Ausflug ist vorbei. Die Safari Blue kostet mich 45$ und lohnt sich meiner Meinung nach sehr. Nur so bekommt man einen Eindruck, wie viel Sansibar wirklich zu bieten hat.

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Die restlichen Tage verbringe ich am Strand bzw. Pool, mit einigen Spaziergängen durch das kleine Fischerdorf. Nachdem sich die Regenzeit langsam bemerkbar macht, gibt es auch einige heftige Schauer, die bei der Hitze aber sehr angenehm sind.

Fazit

Sansibar ist für mich eine sehr spannende Option für einen etwas außergewöhnlichen Strandurlaub. Wenn man sich darauf einlässt, kann man hier nämlich in eine sehr interessante und wilde Kultur eintauchen und währenddessen absolute Traumstrände genießen. Mit ein paar Sätzen Kiswahili wird die Reise deutlich günstiger und intensiver. Man sollte sich auf sehr langsame und ruhige Tage einstellen.