Hier könnt ihr über meine Lieblings-Spots in Miami und meinen Florida Roadtrip mit Stopps in Key West und den Everglades lesen.

Miami South BeachDowntown & WynwoodKey WestEvergladesRoute

Miami

Der erste Stopp auf meinem Trip durch den Sunshine State ist Miami. Für mich geht es genauer gesagt ins berühmte Miami Beach. Jedoch nicht nach South Beach, sondern nach North Beach, wo es deutlich ruhiger zugeht. Meine Unterkunft ist dort das Beach Corner Miami Beach. Ich habe seltsamer Weise ein Zimmer mit zwei Stockbetten für mich alleine und teile mir mit einem anderen Zimmer das kleine Bad und eine Küche. Sehr gemütlich ist es zwar nicht, aber sauber und nur 5 Minuten vom schönen und sehr ruhigen North Beach entfernt. Der Preis ist mit ca. 80€ pro Nacht für Miami sehr gut.

Nachdem sich in North Beach, abgesehen von ein paar sehr guten lateinamerikanischen Lokalen, wirklich nicht viel tut, verbringe ich die ersten paar Tage in South Beach.IMG_20170511_042402_259

South Beach

Um in den Süden zu kommen borge ich mir einmal ein City Bike aus und am nächsten Tag fahre ich mit einem Uber. Das kostet 10$ bzw. 15$ wobei die Fahrradfahrt eine Enttäuschung ist, weil man über weite Strecken nicht den Strand entlangfahren darf.

In South Beach lasse ich dann die Parade an mir vorbeiziehen: die kunterbunte Mischung an Menschen ist hier wirklich einzigartig. Groß und Klein, Jung und Alt, Dick und Dünn, alles dabei. Am Strand wird es hier auf keinen Fall langweilig, zum Entspannen ist er dafür nicht ideal.IMG_20170507_135302_516

Auch dahinter geht das rege Treiben weiter. Beachvolleyballplätze, Muscle-Beach, ein gefüllter Park und der legendäre Ocean Drive mit seinen Bars und Clubs. South Beach hält meiner Meinung nach, was es verspricht und sollte wahrscheinlich bei keiner Florida Reise fehlen.

Meine kulinarischen Geheimtipps für South Beach sind Big Pink und CVI.CHE 105. Bei Big Pink bekommt man nicht nur die größten und wahrscheinlich besten Burger Miamis, mit etwas Glück trifft man hier sogar auf Shaquille O’Neal, der hier immer wieder gesehen wird. Bei CVI.CHE esse ich das beste Shrimp- & Fisch-Ceviche meines Lebens.

Auf keinen Fall auslassen sollte man South Pointe Park. Dort ist es etwas ruhiger und man kann den Yachten und Fähren beim Ein- und Ausfahren zusehen.

Zum Shoppen eignet sich Lincoln Road, wo man auch einige Galerien und viele Restaurants findet.

Downtown & Wynwood

Nach zwei Tagen South Beach besuche ich Downtown Miami und bin eher enttäuscht, bzw. finde einen klassisch amerikanischen Business District vor. Alles wirkt eher ausgestorben und steril, mit Ausnahme des Museum Park. Dort lohnt es sich schon entlang des Ufers bis zum Perez Art Museum zu spazieren. An Spieltagen der Miami Heat ist wahrscheinlich mehr los und Downtown Miami wacht, zumindest um die American Airlines Arena auf.

Mein absoluter Lieblingsstadtteil in Miami ist der Wynwood Art-District. Abgehsehen von den wirklich beeindruckenden Wynwood Walls, mit den riesen Wandgemälden, gibt es einige super Lokale, wie Wood Tavern und Gramps. Die Nachtschwärmer sollten auf jeden Fall einen Abend in Wynwood einplanen, auch wenn South Beach sehr verlockend klingt.

Fazit

North Beach ist nicht der ideale Standort für einen Miami Besuch, aber im Vergleich wirklich günstig. South Beach ist tatsächlich wie im Film und hat mir wirklich gut gefallen und den Wynwood Art District sollte man sich nicht entgehen lassen. Ein Mietwagen macht auch schon in Miami Sinn.

Key West

Von Miami geht es mit dem Mietwagen nach Key West. Die Fahrt dauert unter vier Stunden und bietet Stellenweise wunderschöne Ausblicke über die Keys. Ich bleibe einige Male stehen, um die schönen Strände zu genießen. Auch einige State-Parks und kleine Städte liegen auf dem Weg.

In Key West gelandet spaziere ich dann durch die Gassen und lande schlussendlich auf der Duval Street. Hier reihen sich unzählige Bars, Restaurants und Shops aneinander und in einigen Lokalen wird Live-Musik gespielt. Auf mich wirkt alles etwas zu sehr auf den Tourismus ausgelegt und dadurch ziemlich aufgesetzt. Es geht am Hemingway Haus vorbei, Richtung Southernmost Point der USA. Wer hier ein Spektakel erwartet wird leider enttäuscht und nachdem ich mich nicht 30 Minuten für ein Foto anstellen möchte spaziere ich weiter durch die kleinen Gassen und schieße ein paar schöne Fotos von sehr alten und charmanten Holzhäusern.

Für mich ist Key West kein Muss bei einem Florida Besuch, es sei denn man möchte das Nachtleben auskosten. Nachdem ich aber wieder in den Norden fahren muss, bleibe ich nicht über Nacht und kann dazu nicht mehr sagen.

Everglades

Mein nächster Stopp ist der Everglades National Park. Das UNESCO-Welterbe gehört zu den größten Nationalparks der USA, gilt als bedroht und steht daher auf der roten Liste. Der Eintritt kostet 25$ pro Auto, gilt aber für sieben Tage. An meinem ersten Tag fahre ich die einzige Straße durch den südlichen Teil des Parks von Homestead nach Flamingo und zurück. Auf dem Weg mache ich einige Stopps an Trails, Aussichtspunkten und Seen. Mein absoluter Lieblings-Weg ist der Anhinga Trail, bei Royal Palm. Dort spaziert man auf einem erhöhten Holzweg über den See und kann die Alligatoren und die zahlreichen anderen Tiere von oben beobachten. Dieses Gefühl, wenn man nur einen Meter über einem 250kg schweren Alligator steht ist unbeschreiblich. Ganz wichtig: Moskitospray mitbringen. Ansonsten wird man von den kleinen Quälgeistern sofort aufgefressen.20170511162600_IMG_4774

Die Nacht verbringe ich in einem Motel in Florida City und fahre dann am nächsten Morgen früh los. Diesmal aber an der nördlichen Grenze des Nationalparks, entlang Route 41.

Der erste und spektakulärste Stopp des Tages ist Shark Valley. Hier borge ich mir ein Fahrrad aus und mache eine 24km lange Rundfahrt ins Innere der Everglades. Es gibt auch die Möglichkeit die Tour mit einer Tram oder zu Fuß zu machen. Auf halbem Weg kommt man zu einem Aussichtsturm, von dem aus man einen super Überblick über die Landschaft bekommt. Das Beste an dem Weg sind aber die zahlreichen Alligatoren, die gerne auch am Straßenrand in der Sonne liegen. Ich komme an mindestens 50 kleinen und großen vorbei und bin echt überrascht, wie egal ihnen die menschlichen Besucher sind. Solange man nicht zu nahekommt, werden die Reptilien auch nicht zuschnappen. Um mehr Alligatoren zu sehen, sollte man eher vor der großen Mittagshitze vorbeischauen. Und nicht vergessen genug Wasser auf die 24km Strecke mitzubringen.IMG_20170513_122604_315

Nach Shark Valley fahre ich noch weiter bis nach Everglades City, wo ich eigentlich noch eine Air-Boat-Fahrt machen möchte. Nachdem ich zu dem Zeitpunkt aber der einzige Passagier wäre, lasse ich es bleiben und suche mir eine Unterkunft für die Nacht.

Die nächsten Tage fahre ich weiter Richtung Norden um dann rechtzeitig an meinem nächsten Ziel St. Petersburg/Clearwater anzukommen.

Fazit

Die Everglades sind ein absolutes Naturspektakel und bieten noch weit mehr als die vielen Alligatoren. Auf keinen Fall den Anhinga Trail und Shark Valley verpassen.

Route

Miami – vier Nächte im Beach Corner North Beach

Key West – Übernachtung Geiger Key Marina RV Park

Everglades – eine Nacht im Super 8 Motel Florida City; eine Nacht im La Quinta Inn Naples