Lest in meinem Reisebericht nach, wieso New York City weit mehr als Manhattan zu bieten hat und was meine Lieblings-Spots in Brooklyn sind.

Henry Norman Hotel Williamsburg & UmgebungBrooklyn am City BikeHigh Line ManhattanFazit

Henry Norman Hotel

Meine Reise geht weiter nach New York City. Der Big Apple ist vor allem für die spektakuläre Skyline und das bunte Treiben Manhattans bekannt. Ich werde die nächsten Tage aber in Brooklyn, genauer gesagt in Greenpoint verbringen. Diese unscheinbare Gegend an der nördlichen Grenze Brooklyns gibt weit mehr her, als man glaubt.

Mein Hotel ist das Henry Norman Hotel. Die ehemalige Lagerhalle sprüht irrsinnigen Charme aus und ist eines meiner liebsten Hotels seit meine Reise begonnen hat. Ich habe ein sehr großes Zimmer mit rustikaler aber gut gewählter Einrichtung. Hier ist alles sehr gemütlich und auch das Personal ist wahnsinnig hilfsbereit und kompetent. Eine Nacht kostet hier knapp unter 200$, was mir für NYC allgemein und diese Top-Lage recht fair scheint.IMG_6819

Williamsburg und Umgebung

Direkt südlich von Greenpoint befindet sich Williamsburg. Die vielleicht bekannteste Gegend Brooklyns ist mir sofort sympathisch, als ich durch die ersten Gassen spaziere. Es gibt unzählige Cafés und Bars und gut gestylte Hipster geben sich die Türklinke in die Hand. Einer meiner Lieblingsspots ist Rough Trade NYC. Auf der 9th Street gelegen findet man hier einen Mix aus Record Store, Café, Bar und Konzert Venue. Für Musikliebhaber ist ein Abstecher zu Rough Trade ein absolutes Muss.

Wenn ich schon über Musik schreibe, soll nicht unerwähnt bleiben, dass Brooklyn ein wahres Paradies für Live-Musik ist. Jeden Abend kann man hier Shows in genialen Locations, wie Brooklyn Bowl, Knitting Factory, oder eben Rough Trade genießen. Da ist für jeden Musik-Geschmack etwas dabei.

Vor und/oder nach den Konzerten gibt es viele gute Bars zu entdecken. Zu meinen Lieblingen gehört The Whiskey Brooklyn. Hier kann man in amerikanischer Atmosphäre, Bier und einen kleinen Snack genießen, während man sich bei diversen Spielen herausfordert.

Wer eine typisch amerikanische Dive-Bar erleben möchte, sollte in den frühen Morgenstunden bei Turkey’s Nest Tavern vorbeischauen. Das Publikum variiert hier nächtlich und wer Vertrauen in seinen Musikgeschmack hat, kann für ein paar Lieder die Jukebox übernehmen.

Die besten Hot Dogs von mindestens ganz Brooklyn gibt es bei Crif Dogs. Egal ob zum Lunch, zwischendurch oder als Late-Night-Snack, hier schmeckt es immer gut. Die Kreationen sind vielleicht etwas ungewöhnlich, aber wenn man sich traut wird man meistens positiv überrascht. Mein Favorit: Chihuahua – ein mit Bacon umhüllter Hot Dog mit Sour Cream und Avocados.

Brooklyn am City Bike

Brooklyn ist riesig. Und mit riesig meine ich wirklich groß – über 2,6 Millionen Menschen leben dort. Dementsprechend groß ist die Aufgabe, alle Nachbarschaften zu entdecken. Ich versuche so viel wie möglich unterzubringen und borge mir dafür ein City Bike aus. Das kostet für 24 Stunden 12$, man muss jedoch die Räder alle 30 Minuten parken, um Extrakosten zu vermeiden. Also 30 Minuten fahren, dann kurz das Bike bei einer der zahlreichen Stationen parken und entweder gleich wieder weiter oder eine Pause einlegen.

Der Verkehr in Brooklyn ist nicht ganz ungefährlich, deshalb achtsam aber auf keinen Fall ängstlich fahren und spannende Stadtteile wie Red Hook, Bushwick und Park Slope entdecken.IMG_20170608_141149_545

High Line Manhattan

Ein Besuch in New York ganz ohne Manhattan wäre natürlich schwachsinnig. Deshalb bietet sich der Shuttle-Service vom Henry Norman Hotel perfekt an: sofern Auto und Fahrer zu Verfügung stehen, kann man sich jederzeit kostenlos im Umkreis von zwei Meilen chauffieren lassen. Also mit dem Shuttle zur L-Train Station Bedford Ave und dann in weniger als 15 Minuten mitten in Manhattan. Mein Ziel: High Line Park. Die ehemalige Zugtrasse dient heute als wunderschöner Park/Spazierweg. Durch die erhöhte Lage bekommt man hier einzigartige Blickwinkel auf die Stadt. Auch die Architektur ist wirklich spektakulär und bietet super Fotomotive. Einziges Manko: es hat sich herumgesprochen, wie schön die High Line ist und deshalb trifft man vor allem an schönen Tagen auf (zu) viele andere Besucher.

Fazit

Brooklyn ist für mich eine eigene Stadt, die wahnsinnig divers und spannend ist. Musikliebhaber und Nachtschwärmer werden sich hier wohlfühlen und können die unzähligen Lokale erkunden. Manhattan sollte man trotzdem nicht auslassen.