Über ein besonderes Freiluftmuseum, den besten Lunch-Spot und weitere Stockholm Tipps schreibe ich in meinem heutigen Reisebericht.

Öffis Connect HotelAltstadtSkansenSaluhallFazit

Öffis

Nach meinem langen USA Trip ist es gut, wieder auf europäischem Boden zu stehen. Dass ich wieder in Europa bin merke ich schnell: es gibt einen brauchbaren Flughafen Transfer in die Stadt. Mit dem Arlanda Express ist man in weniger als 20 Minuten mitten in Stockholm. Es gibt gratis WLAN im Zug und Sitzplätze für alle. Einziges Manko: für ein Return Ticket bezahle ich umgerechnet 55€.

In der Stadt angekommen fahre ich mit der Metro zu meiner Unterkunft. Dafür besorge ich mir ein 72 Stunden Metro-Ticket für nur knapp 25€. Damit kann ich das gesamte Öffi-Netz benutzen, indem auch einige Fähren eingeschlossen sind. Ein wirklich guter Deal für einen Stockholm-Besuch.20170611_170937

Connect City Hotel

Meine Unterkunft, das Connect City Hotel liegt auf der zentralen Insel Kungsholmen und ist damit ein idealer Ausgangspunkt. In weniger als 5 Gehminuten erreicht man von hier die nächste Metro Station. Für zwei Nächte bezahle ich knapp unter 200€. Ich bekomme dafür jedoch nur ein winziges Zimmer, ohne Fenster, in das gerade noch ein schmales Einzelbett passt. Auch ein kleines Badezimmer ist mit dabei. Für zwei Nächte reicht das vollkommen aus, länger möchte ich hier aber nicht bleiben, weil man sich doch sehr eingeengt fühlt und vor allem das fehlende Fenster wirklich abgeht. Das Frühstück im Hotel ist nicht aufregend, aber gut und so starte ich meine Stockholm Erkundung.

Altstadt Gamla Stan

Mein erster Stopp ist die Altstadt Gamla Stan. Langsam füllen sich die engen Gassen mit Touristen und die Insel Stadsholmen wacht auf. Es geht ums königliche Schloss herum, wo die Königsfamilie zwar nicht mehr wohnt, jedoch wird es noch regelmäßig für repräsentative Zwecke genutzt. Vor allem die kleinen Gassen und alten Giebelhäuser gefallen mir sehr gut. Einige nette Cafés bieten sich perfekt für eine Pause an, wobei Gamla Stan so kompakt ist, dass ich es auch leicht ohne Pause durch schaffe. Die Insel ist übrigens durch mehrere schöne Brücken zu erreichen.IMG_20170611_200239_906

Freiluftmuseum Skansen

Nach Gamla Stan nehme ich eine Fähre auf die Halbinsel Djurgarden. Nachdem diese Strecke zum öffentlichen Netz gehört, kann ich die Fahrt mit meiner Metro-Karte antreten. Auf Djurgarden angekommen, geht es am Vergnügungspark Gröna Lund vorbei zum Freiluftmuseum Skansen. Das sogenannte lebende Museum befindet sich auf einem riesigen Areal und hat das Ziel die traditionell schwedische Kultur näherzubringen. Der Eintritt kostet für Erwachsene knapp 18€. Zuerst schlendere ich durch ein altes schwedisches Dorf, mit einer Bäckerei, Handwerkern, einer Schule, klassischen Häusern und allem was in einem schwedischen Dorf eben nicht fehlen darf. Der Ort wirkt richtig authentisch und alle Geschäfte und Werkstätten werden sogar noch wie damals betrieben. Weiter geht es auf den Marktplatz, wo man schwedische Spezialitäten probieren und kaufen kann. Ein sehr gemütlicher Platz, der sich perfekt für eine Mittagspause eignet. Ich gönne mir eine Art Burrito mit Elchfleisch. Nicht schlecht, wirklich nicht schlecht.

Nach dem Mittagessen besuche ich den Tierpark, der bei der Erhaltung historischer Tierrassen helfen soll. Hier findet man skandinavische Tiere, wie Elche, Otter, Bären oder Wölfe. Für die kleinen Gäste gibt es einen Streichelzoo, wo die Kinder spielerisch über die Tierwelt und Artenschutz lernen.

Beim weiterspazieren komme ich an alten Kirchen, Windmühlen und wunderschönen Bauernhöfen vorbei. Überall kann man hineingehen und sich von Guides einiges erklären lassen. Wenn man nur kurz in Schweden zu Besuch ist und doch ein Gefühl für die Kultur bekommen möchte, ist Skansen perfekt. Im Endeffekt bleibe ich fast 5 Stunden im Freiluftmuseum.

Östermalms Saluhall

Am nächsten Tag bleibt mir nicht mehr viel Zeit bis zu meinem Weiterflug. Deshalb einfach ohne Plan durch die Stadt gehen und so viel Stockholm aufsaugen wie nur möglich. Was mir besonders gut gefällt, ist dass man fast dauernd am Wasser ist. Die Stadt besteht aus 14 Inseln und so gibt es unzählige Promenaden und Wasserwege. Mein letzter Stopp ist Östermalms Saluhall. Die alte Markthalle wird zwar im Moment renoviert, es gibt aber direkt gegenüber eine moderne Version, die in Betrieb ist. Hier findet man schwedische Spezialitäten und Delikatessen und kann super Mittagessen. Scheinbar ist die Saluhall ein Hotspot für Stockholmer Businessleute, die hier ihre Mittagspause verbringen. Ich probiere mich durch ein paar Stände und esse dann die besten Köttbullar meines Lebens. Die Preise sind zwar selbst für schwedische Verhältnisse hoch, aber hier sollte man sich schon eine Kleinigkeit gönnen.

Fazit

Stockholm ist eine wunderschöne Stadt, die sehr besucherfreundlich und sehenswert ist. Das Freiluftmuseum Skansen und die Saluhall sind tolle Orte, um einen Eindruck von Schweden zu bekommen. Sogar zwei Tage reichen um sich ein Bild zu machen, ich komme trotzdem wieder.IMG_20170612_155400_201