Wieso mein Island-Roadtrip einer der besten meines Lebens war, wohin man unbedingt fahren sollte und andere wichtige Tipps bekommt ihr hier.

 

Ankunft in Reykjavik Golden CircleLaugarvatn-VikGletscherlagune ResümeeRoute

Ankommen in Reykjavik

Meine Island Reise wird mir ganz sicher für immer in Erinnerung bleiben. Sie beginnt um 4 Uhr in der Früh am Keflavik International Airport, Reykjavik. Von dort geht es mit dem FlyBus um 2500 Kronen in die Stadt. Die Fahrt dauert ungefähr 45 Minuten und der Bus ist mit Wifi ausgestattet, wobei man dazu sagen muss, dass es in Island wirklich (!!) überall Wifi zu finden gibt.

Im Capital Inn, meiner Unterkunft für eine Nacht, angekommen, versuche ich ein bisschen den Jetlag auszuschlafen und wache um ca. 10 Uhr vormittags wieder auf. Es ist noch immer nicht hell draußen. Willkommen im Norden. Das Capital Inn liegt etwas außerhalb vom Stadtzentrum, es gibt aber einen Bus mit dem man in weniger als 10 Minuten dorthin kommt. Ansonsten ist es ein ca. 35 Minuten langer Spaziergang.

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Den restlichen Tag verbringe ich dann auch im Stadtzentrum. Während meiner gesamten Island Reise ist eine nette Kanadierin an meiner Seite, die ich am Flughafen in Toronto kennengelernt habe. Zu zweit reist es sich meistens dann doch besser. Die Stadt gefällt mir sehr gut. Es gibt viele kleine Lokale und die Meisten Leute sind zu Fuß unterwegs. Viele Sehenswürdigkeiten gibt es nicht, aber die Stadt ist umso gemütlicher.

Am Abend treffen wir im Kex Hostel eine Gruppe Couchsurfer, mit denen wir auf die Suche nach Nordlichtern gehen. An diesem Abend soll die Aktivität besonders hoch und noch dazu wenige Wolken am Himmel sein. Mit zwei Isländern fahren wir dann ca. 15 Minuten aus der Stadt und sehen zum ersten Mal Nordlichter. Mit freiem Auge sieht das Ganze dann weniger spektakulär, als erwartet aus. Graue Schleier mit ganz leichtem grünen Schimmer sind am Himmel zu sehen. Wenn man aber mit der Kamera die richtigen Einstellungen verwendet und ein Stativ dabei hat, bekommt man die bekannten grünen Nordlichter aufs Foto. Und das ist dann schon sehr beeindruckend finde ich und man freut sich über jedes gelungene Foto.

 

Golden Circle

Am nächsten Tag beginnt der Roadtrip durch Island. Meinen Mietwagen für die nächsten 5 Tage hole ich bei Sixt ab. Insgesamt wird das Auto, ohne Benzin, 375€ kosten. Inkludiert sind dabei alle Versicherungen, ein Navi und die Extrakosten für Jungfahrer. Das Auto ist zwar klein und wirkt nicht, als würde es die Verhältnisse in Island bewältigen können, wird das aber problemlos schaffen. Man muss sich wirklich keine Sorgen machen, auf Islands Straßen hängen zu bleiben. Auch nicht im Winter.

Der Plan für den ersten Tag ist der berühmte Golden Circle. Þingvellir Nationalpark, Geysir Hot Springs und Gullfoss Wasserfall stehen auf dem Programm. Das Ganze ergibt zwar erst mit ein paar weiteren Stopps einen Kreis, ist aber auch so ein guter Start für unseren Roadtrip. Natürlich sind auf dieser Route sehr viele Touristen unterwegs, aber im Endeffekt lohnt es sich trotzdem. Allein die Fahrt von Reykjavik ins Landesinnere finde ich sehr beeindruckend. Wir fahren durch sich ständig wandelnde Landschaften. Von schneebedeckten Bergen, Gletschern, weiten Wiesen, bis Flussebenen und Seen ist alles dabei.

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Mein Golden Circle Highlight sind die Geothermen Haukadalur mit dem regelmäßig ausbrechendem Geysir Strokkur. Alle 5-10 Minuten schießt eine heiße Wassersäule bis zu 30m in die Höhe und man kann mehr oder weniger direkt daneben stehen. Wir sehen das Spektakel sogar bei Sonnenuntergang, was es natürlich noch um einiges schöner macht.

Übernachtet wird dann im Heradsskolinn Hostel in Laugarvatn. Diese Unterkunft kann ich wirklich sehr weiterempfehlen, weil nicht nur das Zimmer, sondern auch die Mitarbeiter wirklich top sind. Am Abend besuchen wir noch das Fontana Spa, das ca. 5 Gehminuten vom Hostel entfernt ist. Dort gibt es mehrere natürliche Hotspring-Pools und Saunas im Freien. Es ist der perfekte Abschluss für einen anstrengenden Tag. Auch das Frühstück mit Waffeln am nächsten Morgen ist perfekt um in den Tag zu starten.

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Laugarvatn-Vik

Es geht weiter Richtung Süden. Auf der Strecke zwischen Laugarvatn und Vik gibt es so viel zu sehen, dass man sich dafür auch gut zwei Tage Zeit nehmen kann. Es ist eigentlich ganz einfach: losfahren und überall stehenbleiben, wo es einem gefällt. In der kleinen Stadt Selfoss kann man noch gut Lebensmittel und Snacks einkaufen, bevor es noch deutlich ländlicher wird. Meine Highlights auf der Strecke sind die Wasserfälle Seljalandsfoss und Skogafoss, der Gletscher Solheimajökull und vor allem der schwarze Sandstrand in Vik.

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Die nächsten zwei Nächte übernachten wir im Skammidalur Guesthouse in der Nähe von Vik. Auch diese Unterkunft kann ich weiterempfehlen. Es ist zwar (wie die meisten leistbaren Unterkünfte in Island) sehr einfach ausgestattet und man teilt sich ein Bad mit anderen Gästen, aber im Endeffekt hat man alles, was man braucht. Vor allem die Küche ist super zum selber kochen. So kann man in Island wohl am besten Geld einsparen.

Gletscherlagune & zurück nach Reykjavik

Das nächste Ziel ist die Gletscher-Lagune Jökulsarlon. Die Fahrt dorthin dauert zwar fast 4 Stunden, ist es aber auf jeden Fall wert. Die kristallblauen, treibenden Eisberge sind wirklich beeindruckend. Das Wetter spielt an diesem Tag zwar wirklich nicht mit, allein die Fahrt durch den Süden Islands ist aber einzigartig. So unterschiedliche Landschaften bekommt man sonst nirgends zu sehen.

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Die restlichen beiden Tage fahren wir langsam wieder Richtung Reykjavik. Auf dem Weg bleiben wir beim berühmten Sólheimasandur Flugzeugwrack stehen und schießen wirklich coole Fotos. Ansonsten kommt man bei unzähligen Wasserfällen, Gletschern, Bergen und Flüssen vorbei. Man muss sich in Island wirklich nicht anstrengen, um unfassbar schöne Natur zu finden.

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In Reykjavik übernachte ich noch eine Nacht im 27 Soley Appartement, bevor mein Island Trip endgültig zu Ende ist. Mein Geheimtipp für wahnsinnig leckeres Frühstück und Brunch: BERGSSON. Perfekt um einen gemütlichen letzten Tag in Island zu beginnen.

Resümee

Ich habe mich in Island verliebt. Landschaftlich habe ich noch nie ein so abwechslungsreiches und spektakuläres Land gesehen. Die Preise sind hoch, aber im Endeffekt jeden Cent wert. Die Leute sind sehr freundlich und helfen immer gerne. Ich muss unbedingt im Sommer wiederkommen und die Insel nochmal erkunden.

Meine Tipps:

  • Auto mieten! Island ist das perfekte Land für einen Roadtrip. Ohne Auto verpasst man wirklich viel.
  • Selber kochen! Um etwas Geld zu sparen, kann man in den meisten Unterkünften selber kochen.
  • Regenschutz! Eine wirklich gute Regenjacke ist in Island ein Muss. Auch eine Regenhose und wasserfeste Schuhe sind sehr zu empfehlen.

Reiseroute:

  • 1 Nacht Reykjavik im Capital Inn
  • Golden Circle mit Mietwagen, dann Übernachtung im Heradsskolinn Hostel in Laugarvatn
  • Fahrt nach Vik, 2 Nächte im Skammidalur Guesthouse mit Ausflug zur Jökulsarlon Gletscherlagune
  • Fahrt zurück nach Reykjavik, Übernachtung im 27 Soley Appartement