Wenn man nur 48 Stunden Zeit hat um London zu erkunden, denken die Meisten wahrscheinlich an die Klassiker, wie Big Ben, Buckingham Palace und London Eye. Ich besuche während meines Zwischenstopps aber Gegenden, an die man im ersten Moment vielleicht nicht denken würde.

Camden TownPrimrose HillBrixtonPeckham

 

Camden Town

Nachdem es schon mein dritter Besuch in London ist, will ich die Sehenswürdigkeiten einmal ganz weglassen und die Stadt von einer anderen Seite kennenlernen. Mein erster Stopp ist der Bezirk Camden Town in der Nähe von Regent’s Park. Die Gegend wirkt sehr belebt. Viele Menschen sind auf den Straßen unterwegs, es gibt unzählige, hippe Geschäfte und viele Restaurants aus aller Welt.

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Ein Großteil der Leute sind Touristen, die auf dem Weg zum Camden Market sind. Dort esse ich bei einem der Streetfood-Ständen ein richtig gutes Mittagessen. Die Auswahl ist so groß, dass es locker 30 Minuten dauert, bis man alle Stände abgegangen ist. Ich entscheide mich für Kolumbianisch und bin mit meiner Auswahl sehr zufrieden. Ansonsten gibt es im Camden Market viele kleine Stände mit Indie-Mode, Schmuck und vor allem Vinyl. Camden Town ist auf jeden Fall eine nette, alternative Gegend und ganz sicher einen Besuch wert.

Primrose Hill

Weiter geht es, zu Fuß, nach Primrose Hill. Es ist eine der exklusivsten Wohngegenden Londons und das merkt man deutlich. Wunderschöne Häuser und Villen, viel Grün und keine Touristen. Man kann hier ganz entspannt spazieren gehen und sich ein bisschen in die reiche Welt Londons hineinträumen.

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Direkt nördlich vom London Zoo ist ein kleiner Hügel – Primrose Hill – mit einem wunderschönen Ausblick auf die Stadt. Vor allem für Sonnenauf- und Untergang muss es hier magisch sein. Viele Jogger und Hundebesitzer nutzen den Park und Hügel um sich richtig auszupowern.

 

Brixton

Nur mehr 24h in London. Nachdem mir einige Freunde, Brixton in South-London empfohlen haben, muss ich unbedingt dort hin. Die Anfahrt dauert etwas länger, aber ist im Endeffekt nicht tragisch. Brixton wird zu meinem Lieblingsviertel der Metropole. Hier spürt und sieht man den karibischen Einfluss an jeder Ecke. Bunte Lebensmittelmärkte, frischer Fisch, Internet-Cafes aus denen Reggae-Musik tönt und jede Menge Locals die sich auf der Straße unterhalten.

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Ein wirklich cooler Ort zum Essen, Trinken und Zusammenkommen ist Pop Brixton. Beschreiben würde ich das Ganze als Schiffscontainer-Dorf, wobei jeder Container ein Lokal oder Geschäft beinhaltet und die Leute im Innenhof des Komplexes zusammenkommen. Hier hat die Kreativität keine Grenzen und kann die Ideen fast durch die Gegend fliegen sehen.

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Brixton ist auch für sein Nachtleben bekannt. Vor allem Live-Musik wird hier großgeschrieben, nicht nur, weil Brixton der Geburtsort von David Bowie ist. O2 Academy und Hootananny sind nur zwei von unzähligen Venues, die fast täglich Shows bieten. Ich bin von der Stimmung und dem Gesamtbild in Brixton begeistert. In Zukunft werde ich mich sicher hier nach Unterkünften umsehen, sollte wieder ein London-Besuch anstehen.

Peckham

Die letzte Gegend, die ich in London erkunden werde, ist Peckham. Sie liegt auch im Süden der Stadt und ist noch mühsamer zu erreichen. Wenn man nur 48h in London hat, würde ich ehrlich gesagt nicht wieder hierherkommen. Peckham wirkt ein bisschen wie Brixton, ist aber lange nicht so belebt. Es wirkt etwas ausgestorben. Dazu muss ich sagen, dass ich am Vormittag dort bin und deshalb alles noch verschlafen ist.

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Am Abend ist vor allem das Bussey Building sehr zu empfehlen. Dort gibt es eine Rooftop-Bar mit toller Aussicht und verschiedene Workshops und Lokale. Auch das Peckhamplex, ein Kino mit viel Charakter und Charme, ist sicher einen Filmabend wert.

 

Resümee

Ich bin sehr froh, dass ich die Sehenswürdigkeiten ausgelassen habe und dafür ein etwas anderes London kennengelernt habe. Vor allem Brixton hat mich sehr begeistert und das nächste Mal will ich dort gleich einige Tage verbringen und unbedingt die Live-Musik genießen. Auch Camden Town und Primrose Hill waren einen Besuch wert. Man kann in der Gegend einen entspannten Tag, mit sehr gutem Essen und viel Shopping verbringen. Für Peckham sollte man dann doch etwas mehr Zeit haben, da die Anreise relativ lange dauert. Im Großen und Ganzen habe ich meine 48h in London voll ausgekostet.