Ihr plant eine Rundreise durch Island und wollt das Land mit all ihren Facetten kennen lernen? Dann lest schnell weiter, denn ich verrate euch meine besten Tipps für eine unvergessliche Reise!

Island gehört zu den faszinierendsten Reisezielen der Welt. Eine malerische Landschaft, wunderschöne Wasserfälle und Geysiere – vor allem Naturliebhaber können hier so einiges entdecken. Doch auch die Hauptstadt Reykjavik hat so einige interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten. Island hat so viele Highlights, dass man nicht weiß, wo man anfangen soll. Um euch ein bisschen zu helfen, habe ich mal meine besten Island Tipps zusammengetragen – so wird eure Rundreise unvergesslich.

Tipps für eure Island Rundreise

Faszinierendes Island | Unterkünfte | Route | Reykjavik | Polarlichter

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Island – Faszinierende Landschaften und Naturwunder

Island ist nach Großbritannien der zweitgrößte Inselstaat Europas und befindet sich unmittelbar südlich des nördlichen Polarkreises. Wer nach Island reist, kann sich auf ein Abenteuer gefasst machen, denn die Insel bietet so viele faszinierende Naturwunder wie sonst kein anderer Ort auf der Erde. Aktive Vulkane, Gletscher, Wasserfälle, Wüsten, Lavalandschaften – hier gibt es so einiges zu entdecken.

Wenn ihr eine Rundreise durch Island machen wollt, braucht ihr vor allem zwei Dinge: Geld und Kondition! Zwar gibt es immer wieder günstige Flüge, doch Island ist ein sehr teures Land und ihr solltet ein realistisches Budget einplanen. Allein Lebensmittel kosten um einiges mehr als bei uns – das liegt vor allem daran, dass die Vulkaninsel natürlich nicht besonders fruchtbar ist. Die meisten wichtigen Nahrungsmittel werden importiert und das erhöht natürlich die Kosten. Es gibt aber natürlich trotzdem Wege, wie ihr in Island sparen könnt – in meinem Reisemagazin findet ihr meine Tipps für eine möglichst günstige Island Reise.

Natürlich braucht ihr auch eine gute Kondition, wenn ihr euch die verschiedenen Landschaften und Städte anschauen wollt. So eine Rundreise kann schon ordentlich kräftezehrend sein, denn die Temperaturen in Island sind nicht ganz ohne. Aufgrund der Nähe zum Polarkreis ist es die meiste Zeit ziemlich kalt und bei Minusgraden durch das Land erfordert natürlich viel Energie. Die beste Reisezeit für eine Rundreise durch Island ist Juni oder Juli, denn das sind die wärmsten und trockensten Monate. Vor allem im Norden kann man zu der Zeit das besondere Phänomen der Mitternachtssonne beobachten, bei dem die Sonne am Polarkreis nicht am Horizont verschwindet.

Die beste Chance auf Polarlichter hat man wiederum zwischen September und März. Mit etwas Glück könnt ihr das atemberaubende Naturschauspiel mit eigenen Augen sehen – diesen Anblick vergisst man so schnell nicht wieder! Mehr über das das Klima, das Wetter und die beste Reisezeit für Island erfahrt ihr in meinem Reisekalender.

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Hotelzimmer sind im Sommer spontan nicht zu bekommen

Im Sommer ist es auf der Insel ziemlich voll. Es ist also wirklich wichtig, sich schon vorher um eine Unterkunft zu kümmern. Gerade wer plant, nicht die ganze Zeit in Reykjavik zu wohnen, sondern in Hotels entlang der 1300 km langen Ringstraße, die einmal rund um die Insel führt, muss dringend vorher nach der passenden Unterkunft suchen. Je weiter entfernt von der Hauptstadt, desto dünner besiedelt ist die Landschaft. Mein Guide Porvadur Ingi Porbjörnsson (kurz: Ingi), ein echter Isländer, erzählt mir:

Im Sommer ist es unmöglich, in den ländlichen Gebieten ein Hotel zu finden, ohne im Vorfeld zu buchen. Ich habe mit Bauern gesprochen, die im Sommer regelmäßig völlig aufgelöste Besucher in der Küche stehen haben, die verzweifelt einen Schlafplatz suchen. Die bieten dann sogar an, in der Küche auf dem Boden zu schlafen und dafür Geld zu zahlen. Alles nur, weil sie dachten, dass man auf dem Land immer ein Zimmer bekommt.“

Im Sommer kann man das allerdings spontan einfach vergessen. Die Infrastruktur des Landes ist auf den sommerlichen Ansturm an Besuchern einfach nicht vorbereitet. In den wunderschönen, rauen Wintermonaten dagegen hat man etwas mehr Glück.

Mietet euch am besten ein Apartment – Airbnb hat zum Beispiel Angebote für jede Preisklasse im Angebot. Privatzimmer in Reykjavik gibt es hier genauso wie echte Traumhäuser mit stylischer Einrichtung und eigenem Whirlpool inmitten der wunderschönen Natur. Hier habt ihr dann gleich eine Küche, in der ihr selbst kochen könnt. So spart ihr schon mal das Geld fürs tägliche Essen gehen. Wasser könnt ihr übrigens guten Gewissens aus der Leitung trinken. „Unser Wasser ist sauberer als überall sonst auf der Welt. Es wird teuer auf der ganzen Welt verkauft, während wir es hier einfach aus dem Wasserhahn trinken können“ erzählt mir Guide Ingi. In den meisten Restaurants werden euch übrigens immer wieder volle Karaffen auf den Tisch gestellt – völlig kostenlos.

Unterkünfte auf Island

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The Golden Circle – Die beliebteste Route in Island

Eine Island Rundreise beginnt bei den meisten mit einem Flug in die Hauptstadt Reykjavik. Von dort aus mietet ihr euch am besten einen Mietwagen, denn dann könnt ihr frei entscheiden wann ihr was unternehmen wollt und seid nicht an andere Transportmittel gebunden. Eine sehr beliebte Route für eine Rundreise ist The Golden Circle. Auf dieser Route könnt ihr innerhalb von wenigen Tagen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abklappern. Die klassischen Stationen des Golden Circle sind der Nationalpark Þingvellir, das Geothermalkraftwerk bei Nesjavellir, das Geothermalgebiet Haukadalur (Geysir Strokkur), der Wasserfall Gullfoss, die Kirche Skálholt und der Vulkankrater Kerið. Damit ihr wisst, was euch bei den einzelnen Stationen erwartet, möchte ich mal näher auf diese eingehen.

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Nationalpark Þingvellir

Der Nationalpark Þingvellir gehört neben dem Wasserfall Gullfoss und den Geysiren des Haukadalur zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Island. Das besondere an dem Nationalpark ist, dass er sich genau an der Grenze zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Erdplatte befindet. Man kann sogar die Verschiebung der Platten sehen, die jedes Jahr ca. 1cm auseinander driften. Ein weiteres Highlight des Parks ist der Þingvallavatn, der mit 83,7 km² der größte See der Insel ist.

Nesjavellir – Kraftwerk

Das Nesjavellir Kraftwerk ist das zweitgrößte geothermische Kraftwerk Islands und versorgt die Hauptstadt Reykjavik mit Elektrizität und Fernwärme. Es befindet sich in der Nähe des Þingvellir Nationalparks und des Vulkans Hengill. Wenn ihr etwas über Geothermie lernen wollt, könnt ihr eine geführte Tour durch das Kraftwerk machen.

Geothermalgebiet Haukadalur

Das Haukadalur Tal ist vor allem bekannt für den Geysir Strokkur, der im regelmäßigen Abstand eine heiße Wassersäule hervorbringt und zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Island gehört. Ein weiterer Touristenmagnet ist die blau schimmernde heiße Quelle Blesi. In dem Geothermalgebiet ist tagsüber ordentlich was los, wenn ihr lieber eure Ruhe wollt, solltet ihr am frühen Morgen oder am späten Abend dort hinfahren.

Wasserfall Gullfoss

Der Gullfoss ist der wahrscheinlich berühmteste Wasserfall Islands. Er liegt im Südwesten des Landes, gleich in der Nähe des Geothermalgebietes Haukadalur. An warmen Sonnentagen fließen hier pro Sekunde bis zu 1200m3 Wasser in die Tiefe. Dieses Phänomen muss man sich einfach aus der Nähe anschauen.

Kirche Skálholt

Die Skálholt Kirche zählt mit einer Länge von 30 Metern und einer Höhe von 25 Metern zu den größten Kirchen in Island. Die schlichte Architektur und die Lage auf einem Hügel ergibt in Kombination mit der Landschaft rundherum eine magische Atmosphäre.

Vulkankrater Kerið

Die letzte Station des Golden Circle ist der Kratersee Kerið, der einen wirklich beeindruckenden Anblick bietet. Wer sich den See aus der Nähe anschauen will, kann über einen Trampelpfad bequem hinuntersteigen. Da der See keine Zu- oder Abflüsse hat, spiegelt sein Wasserstand stets den Grundwasserstand des Gebietes wieder.

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Reykjavik – Entdeckt die isländische Hauptstadt

Zwischen den ganzen Ausflügen braucht ihr natürlich auch mal Ruhe. Da bietet es sich an, ein paar Tage in der Hauptstadt Reykjavik einzuplanen, denn dort befindet sich die berühmte blaue Lagune. Das geniale Thermalfreibad bietet Entspannung inmitten der Natur und imponiert mit einem wahrlich mystischen Anblick. Umgeben von Lavafeldern und schwarzen Sandstränden könnt ihr hier einfach mal abschalten und die raue Schönheit Islands auf euch wirken lassen. Übrigens liegt die blaue Lagune in der Nähe des Flughafens Keflavik, ihr könnt also auch bei einer Zwischenlandung in Island schnell mal dort vorbeischauen und die Wartezeit bis zum Anschlussflug verkürzen. Zum entspannen eignet sich auch der Tjörnin See inmitten von Reykjavik. Sapziert einfach mal die Promenade entlang und lasst euch von der einmaligen Atmosphäre verzaubern.

Natürlich gibt es in Reykjavik auch ein paar kulturelle Highlights zu entdecken. Eines der beeindruckendsten Bauwerke ist die Hallgrimskirkja, eine Kirche im futuristischen Stil, die man schon aus weiter Entfernung erkennen kann. Sie wurde nämlich auf einer Anhöhe errichtet und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Sehenswert ist auch die Sólfar Skulptur, die in der Nähe vom Opernhaus Harpa am Ufer steht. Das Kunstwerk von Jón Gunnar Árnason ist ein sehr beliebtes Fotomotiv und insbesondere bei Sonnenuntergang sehr schön anzusehen.

Wenn ihr schon mal in Reykjavik seid, müsst ihr natürlich auch das legendäre Nachtleben auf Herz und Nieren prüfen. Die isländische Hauptstadt hat zahlreiche Clubs und Bars, die bis zum Morgengrauen geöffnet haben. Ihr könnt zum Beispiel im Gaukurinn, dem ältesten Pub der Stadt vorbeischauen und die tolle Live Musik genießen. Oder besucht die größte Disko der Stadt – das Broadway bietet Platz für bis zu 2.300 Partywütige und garantiert einen unvergesslichen Abend. Empfehlenswert ist auch das Kaffibarinn, das tagsüber als Café und abends als Club fungiert.

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Polarlichter – Wo und wann kann ich sie sehen?

Die meisten erhoffen sich bei einem Island Urlaub DAS Highlight schlechthin, nämlich die Sichtung von Polarlichtern. Island gehört zu den wenigen Schauplätzen auf der Erde, wo man das Naturschauspiel aus der ersten Reihe miterleben kann. Durch seine Lage knapp unterhalb des nördlichen Polarkreises ermöglicht die Insel eine spektakuläre Sicht auf das wohl schönste Naturphänomen der Welt. Doch dafür müsst ihr den richtigen Zeitpunkt erwischen. Wenn ihr wirklich Polarlichter sehen wollt, solltet ihr im Winter nach Island reisen. Idealerweise sind die Lichter ab etwa Mitte September bis März zu sehen. Zwischen 20 und 4 Uhr morgens habt ihr die Chance, das Naturspektakel aus nächster Nähe zu erleben. Natürlich kann man nie genau voraussagen, wann die Polarlichter zu sehen sind, deswegen braucht ihr vor allem viel Geduld. Wenn ihr die Lichter in vollem Ausmaß genießen wollt, solltet ihr euch lieber außerhalb der Stadt aufhalten. Dicht besiedelte Städte wie Reykjavik mit ihren vielen Lichtern können das Naturschauspiel beeinträchtigen. Ihr könnt auch auf Nummer sicher gehen und eine Nordlichttour buchen.

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Auf nach Island!

Mit meinen Tipps für eine Rundreise durch Island seid ihr bestens gewappnet – also worauf wartet ihr noch? Packt die Koffer und auf ins Abenteuer! Stöbert doch gleich mal durch meine aktuellen Angebote und verbringt schon bald einen unvergesslichen Urlaub in Island!

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