Ein frisches Jerk, ein jamaikanisches Pastetchen oder Jamaican Pepperpot – das alles sagt euch nichts? Na dann wollen wir das mal ändern. Lasst euch verführen von Jamaikas kulinarischen Highlights und erfahrt alles über die wichtigsten Spezialitäten, die ihr euch bei eurer Reise nicht entgehen lassen dürft.

Ihr liebt es, im Urlaub auf eine kulinarische Entdeckungsreise zu gehen und wollt das Land am liebsten in all seinen kulinarischen Facetten kennenlernen? Dann seid ihr auf Jamaika genau richtig! Neben der Wahnsinnsnatur und unzähligen spannenden Ausflugszielen erwarten euch hier nämlich auch kulinarische Highlights der Extraklasse, die vor allem aus afrikanischen, europäischen und asiatischen Einflüssen entstanden sind. Von Nationalfrüchten über deftige und gut gewürzte Hauptgerichte bis hin zu süßen Verführungen ist hier wirklich alles mit dabei. Lasst euch überraschen!

Jamaika Food Guide

Typisch jamaikanisch | Snacks | Früchte | Rum

Beliebte Lokale

Typisch jamaikanische Küche

Die jamaikanische Küche setzt sich vorwiegend aus afrikanischen, europäischen und asiatischen Einflüssen zusammen, die kombiniert werden mit leckeren einheimischen Zutaten. Dabei kommen meist Fisch und Meeresfrüchte auf den Teller, aber auch Huhn, Schwein und Ziege sind auf Jamaika sehr beliebt. Zubereitet werden die Gerichte dann meist mit tropischen Früchten und frischem Gemüse und natürlich ordentlich Gewürzen. Doch genug erzählt – jetzt gibt’s erstmal einen kleinen Vorgeschmack!

Jerk-Chicken – schon mal probiert?

Ganz typisch für Jamaika ist die traditionelle Jerk-Küche, bei der mit vielen Gewürzen sowie mit Fleisch, Fisch oder Hummer gekocht wird. Diese besondere Methode des Kochens hat eine lange Tradition, die bis ins 17. Jahrhundert zurückgeht, als die Sklaven zur Zeit der Kolonialisierung in ihren überdachten Löchern ihre Mahlzeit zubereiteten – auf Kohle und Pimentholz.

Das Jerk-Gericht darf auf keiner Speisekarte fehlen

Bis heute halten die Jamaikaner an dieser Tradition fest – von Straßenverkäufern bis hin zu feinen Restaurants, das Jerk-Gericht darf auf keiner Speisekarte fehlen. Dabei ist es ganz egal, wie eure Vorlieben sind: von Hähnchen und Schweinefleisch über Fisch bis hin zu Hummer kommt wirklich alles auf den Grill, sodass für jeden Feinschmecker das Richtige dabei ist. Die Gerichte werden mit Zugabe von Pimentzweigen zubereitet bzw. „gejerkt“, mit süßen und herzhaften Gewürzen verfeinert und meist mit Festivals, einem frittierten süßen Teig oder Bammies, einem Brot aus Maniok, als Beilage serviert. Allein der Duft wird euch zum Probieren verführen, glaubt mir.

Jamaican Pepperpot

Ein mindestens genauso beliebtes Gericht auf Jamaika ist der Jamaican Pepperpot, ein würzig scharfer Eintopf mit gepökeltem Rind- oder Schweinefleisch, vielen Kartoffeln und Okraschoten. Für die Würze kommen noch Zwiebeln, Knoblauch und natürlich ordentlich Peperoni und Chillischoten hinzu. Verfeinert wird das Ganze dann unter anderem mit Pimentkörnern, Kokosmilch und etwas Limettensaft. Ein leckeres Gericht, das ihr nach eurer Reise sogar ganz einfach nachkochen könnt – vielleicht bei der nächsten Geburtstagsfeier? Bringt etwas Karibikflair mit nach Hause!

Ackee mit Salzfisch

Vielen von euch sagt die Zutat Ackee im ersten Moment vielleicht nichts. Die Ackee Frucht, auch Akipflaume genannt, kommt ursprünglich aus Westafrika und ist heute die Nationalfrucht Jamaikas. Seid ihr einmal auf Jamaika und esst gerne Fisch, dann solltet ihr dieses exotische Nationalgericht unbedingt probieren. Die gekochte Frucht wird in der Regel zusammen mit gesalzenem und getrocknetem Kabeljau Fisch zubereitet und auf Schalotten, Paprika und Tomaten angebraten. Das Gericht gibt es hier teilweise sogar schon zum Frühstück, aber gerne auch abends – mit Reis, Kochbananen oder einer Brotfrucht als Beilage.

Ital-Küche

Ein besonderer Trend auf Jamaika ist die Ital-Küche, die sich vor allem für einen gesunden Lebensstil einsetzt und von den Rastafarianern, einer seit 1930 bestehenden Glaubensrichtung, entwickelt wurde. Bei den Gerichten, die sich an der Ital-Küche orientieren, wird bewusst auf rotes Fleisch verzichtet und stattdessen mit viel frischen Früchten und Gemüse gekocht. Häufig verzichtet man sogar auf Salz, dass dann durch frische Kräuter und Gewürze ersetzt wird. Eine tolle Alternative zu den fleischlastigen Gerichten, vor allem für die Pescetarier und Vegetarier unter euch.

Jamaikanische Pasteten

Kleine Snacks für zwischendurch – auf die möchte man doch auch im Urlaub nicht verzichten, oder? Ob am Strand, zum Mittagessen oder einfach nur mal so – die jamaikanischen Pastetchen müsst ihr einfach probiert haben. Fast an jeder Ecke bekommt ihr das halbmondförmige Gebäck mit seinem goldfarbenem Teig und einer pikanten Füllung. Haltet also am besten Ausschau nach dem nächsten Patty-Laden oder Bäcker und gönnt euch ein leckeres Patty, das es in verschiedensten Variationen gibt, wie zum Beispiel mit Huhn-, Garnelen-, Käse- oder sogar Soja-Füllung.

Fresh fruits auf Jamaika

Dank des tropischen Klimas gibt es auf Jamaika neben frischem Gemüse natürlich auch jede Menge exotische Früchte. Ein Traum für die Veganer und Vegetarier unter euch! An nahezu jeder Ecke findet ihr die bereits vorgestellte Nationalfrucht Ackee, aber auch pflückfrische Mangos, Bananen und die sogenannte Brotfrucht, die mit ihrer kartoffelartigen und etwas süßen Konsistenz gerne als Beilage zu Hauptgerichten – gebraten oder gekocht – serviert wird.

Eine Frucht mit einem etwas merkwürdigen Namen ist der Stinking Toe, der zwar einen eigenartigen Geruch hat, dafür im Inneren mit einem sehr süßen und leckeren Geschmack überrascht. Weitere beliebte Früchte, die ihr unbedingt einmal kosten solltet, sind zum Beispiel die June Plum, die ganz nebenbei sogar eine gute Eisen- und Proteinquelle ist, den zuckersüßen und erfrischenden Otaheite Apfel und den Sweetsop, eine grüne und Vitamin C reiche Frucht, die mit einer puddingähnlichen Konsistenz gerne als Dessert oder zum Frühstück gegessen wird.

Jamaikanischer Rum

Eines ist gewiss: Seid ihr ein Fan guter Spirituosen und wollt euch nach dem Essen einen kleinen Absacker genehmigen, dann führt kein Weg am jamaikanischen Rum vorbei. Er gehört zur Geschichte Jamaikas einfach dazu und wurde bereits im 17. Jahrhundert auf den Zuckerrohrplantagen der Karibik destilliert. Mittlerweile gibt es auf Jamaika verschiedenste Rumsorten, die von leicht goldig bis hin zu dunkel und würzig reichen und sowohl im Cocktail als auch pur ein echter Genuss sind. Zu den beliebtesten Marken gehört unter anderem Captain Morgen Rum, der Appleton Estate und Hampden Estate.

Stellt euch nur mal vor, wie ihr in einer Strandbar sitzt, das Meer liegt euch zu Füßen und ihr genießt mit einem Gläschen Rum einen romantischen Sonnenuntergang – schöner kann man einen gelungenen Urlaubstag doch kaum ausklingen lassen, oder?

Guru Tipps für Feinschmecker

Ihr habt nun richtig Appetit bekommen und könnt es nicht abwarten, ins nächste kulinarische Abenteuer zu stürzen? Dann habe ich zum Schluss noch eine Top 5 der besten Lokalitäten für euch. Lasst euch inspirieren von den tollen Bars und Restaurants und probiert euch durch die vielen leckeren, jamaikanischen Spezialitäten. So muss ein Urlaub doch aussehen, oder?

  • Scotchies: In dieser Bar in Montego Bay könnt ihr euch durch die leckeren Jerk-Gerichte probieren und lokales Flair vom Feinsten erleben. Die Preise hier sind mehr als fair.
  • Zimbali’s Mountain Cooking Studio: Etwas teurer, aber dafür eine unvergessliche Erfahrung – das trifft auf dieses Restaurant in Little London zu. Lasst euch von Einheimischen über ihre eigene Farm führen und seht ihnen anschließend beim Zubereiten der besten jamaikanischen Gerichte zu.
  • Ivan’s Bar & Restaurant: Dieses tolle Restaurant gehört zum Catcha Falling Star Hotel in Negril und bietet sich nicht nur perfekt für einen Absacker am Abend an, sondern auch für ein typisch jamaikanisches Essen, vor allem mit fangfrischen Meeresfrüchten.
  • Just Natural: Einfach, aber dafür ganz schön lecker könnt ihr im Just Natural in Negril speisen. Hier kommen fast ausschließlich gesunde Gerichte auf den Teller, die vor allem auch für Veganer gut geeignet sind.
  • Juici-Beef Patties: Allein die Vorstellung der jamaikanischen Pastetchen hat es euch angetan? Dann nichts wie los – besucht das Juici-Beef Patties in Ochos Rios und probiert euch durch die verschiedenen Sorten.
  • Pushcart: Hier bekommt ihr leckere Fisch- und Fleischgerichte in einer ganz besonderen Atmosphäre zubereitet. Angelehnt ist das Konzept an die typischen Push Carts der Streetfood-Verkäufer, die ihr überall auf der Insel finden könnt. Abends legen DJs auf und sorgen für Stimmung.

Reiselust geweckt?

Dass ihr nach diesem kleinem Einblick in die exotische Küche Jamaikas nun so richtig Appetit bekommen habt, bezweifel ich nicht. Doch wie sieht’s mit eurer Reiselust aus? Falls ihr noch mehr Inspiration sucht und mehr über die vielen Highlights des karibischen Inselstaates erfahren wollt, dann werft einen Blick in meine weiteren Jamaika Artikel. Eines steht fest: Eure Reise wird ein Fest für alle Sinne!

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