Anblicke, die uns umhauen – das ist es doch, was wir im Urlaub wollen, oder? Vielleicht denkt ihr gerade an den Blick aus dem Empire State Building oder die Französischen Alpen. Ich möchte euch heute aber mal einen Ort vorstellen, der mich total umgehauen hat: die Stadt Pamukkale!

Die weißen Terrassen von Pamukkale (bedeutet auf türkisch Baumwolle) gehören zu den größten Naturwundern der Türkei. Das Naturdenkmal gibt es schon seit der Antike, damals suchten Kreislauf-, Rheuma- und Herzpatienten in dem Thermalwasser Linderung für ihre Leiden. Heute sind die Sinterterrassen ein Touristen-Magnet und ziehen Menschen aus aller Welt an. In meinem heutigen Artikel verrate ich euch, was diesen Ort so besonders macht und wie ihr am besten dort hin kommt.

Pamukkale im Überblick

Geschichte der KalksteinterrassenBadeverbot

 Die antike Stadt Hierapolis | Anreise

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Pamukkale – Ein Ort wie aus dem Märchenbuch

Die Märchenlandschaft Pamukkale liegt ungefähr 20 km nördlich der Stadt Denizli im Westen der Türkei. Schon bei der Anfahrt strahlen einem die extrem weißen Kalksinterterrassen entgegen und erscheinen wie ein vereister Wasserfall. Das Wasser im natürlichen Thermalbecken kann bis zu 36 Grad Celsius heiß werden. Das heutige Pamukkale wurde um 190 v. Chr. durch Eumenes II von Pergamon als Hierapolis gegründet. Schon die Römer nutzten die Thermalbecken – damals um sich zu entspannen oder um Beschwerden zu lindern. Die Überbleibsel aus dem römischen Zeitalter findet man heute noch vor Ort, überall sind Ruinen zu sehen.

Badeverbot der Natur zuliebe

So schön die schneeweißen Terrassen auch heute sind, so waren sie leider nicht immer. Durch einen Ansturm von neugierigen Touristen im Bikini und in Badehose wurden sie über Jahre leider ziemlich verdreckt und verloren fast ihre Schönheit.
Übrigens:
Badehose und Bikini solltet ihr trotzdem unbedingt einpacken! Hier wurden speziell künstliche Becken errichtet, die gemütliches Baden mit herrlichem Ausblick ermöglichen.
Seit nun 20 Jahren ist es deshalb verboten, in den Becken baden zu gehen. Zudem darf man die Terrassen nur noch barfuß betreten.

Auch viele Hotels rund um Pamukkale wurden zum Schutz der Terrassen wieder abgerissen. Nach dieser Erholungszeit gewannen die Terrassen erneut an Schönheit und Eleganz und sind bis heute ein beeindruckendes Naturschauspiel, das jedes Jahr zahlreiche Touristen aus der ganzen Welt anzieht.

Das antike Hierapolis

In Pamukkale gibt es aber noch mehr zu entdecken als die Sinterterrassen. Oberhalb des Berges in Pamukkale liegt die antike griechische Stadt Hierapolis mit ihrem Amphitheater, der Nekropole (Gräber), dem Apollotempel und dem Stadttor. Viele Bauten in Hierapolis sind noch sehr gut erhalten, vor allem das Amphitheater gehört zu einem der besterhaltensten Amphitheater der Türkei. Gegründet wurde die antike Stadt 190 vor Christus und ehe sie im Jahr 133 ein Teil der römischen Provinz Asia wurde.

Forscher sind der Meinung, dass Hierapolis aufgrund des großen Amphitheaters, des Marmors und der Kalksteinterrassen als Kurort unterhalb des Berges eine sehr bedeutende Stadt gewesen sein muss. Das Wasser der Terrassen diente aber nicht nur zum Baden, sondern auch zum Färben von Wolle. Handwerkskünste wie die Webereien und der Textilhandel verschafften der Stadt somit großen Reichtum.

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So kommt ihr nach Pamukkale

Wenn ihr Pamukkale einen Besuch abstatten wollt, fliegt ihr am besten in die türkische Stadt Denizli. Von dort aus kommt ihr einfach mit dem Bus nach Pamukkale. Günstige Flüge von Wien nach Denizli gibt es bei meiner Flugsuche, unten habe ich euch ein paar Hotels in der Nähe der Sinterterrassen rausgesucht.

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