Die türkischen Urlaubsorte Antalya, Side oder Belek sind wohl jedem ein Begriff. Jährlich verbringen zahlreiche Touristen ihren Sommerurlaub am Mittelmeer und dementsprechend voll sind auch die Strände. Dabei gibt es abseits vom Massentourismus noch so einige traumhafte Orte in der Türkei, die einen Besuch wert sind. Einer davon ist die kleine Hafenstadt Amasra, die nur 4 Stunden von Ankara entfernt ist. Ich verrate euch, was Amasra so besonders macht und warum sich ein Urlaub dort lohnt.

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Amasra – Das versteckte Paradies

Die kleine Hafenstadt Amasra ist ein beliebtes Ausflugsziel für die Einwohner von Istanbul und Ankara, da sie genau zwischen den beiden Städten liegt. Doch bis auf die paar Besucher aus den beiden Städten, gibt es hier keine Spur von Touristen. Dabei ist die Landschaft von Amasra einfach umwerfend. Durch die Lage in einer Bucht am schwarzen Meer bietet die kleine Stadt einen atemberaubenden Anblick. Steile Felsen, türkisblaues Meer und ein angenehmes Klima machen Amasra zu einem attraktiven Urlaubsort. Die Strände sind zwar klein aber dafür nicht überfüllt. Der längste Strand ist Inkumu, doch auch die kleineren Strände rund um die Innenstadt sind einen Besuch wert.

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Wer durch die Innenstadt von Amasra spaziert, entdeckt einen authentischen Urlaubsort mit zahlreichen Straßenverkäufern, Fisch Restaurants und Straßenmusikern. Im Gegensatz zu Städten wie Antalya herrschen hier normale Preise, für ein Abendessen zahlt ihr pro Person umgerechnet knapp 10€. Besonders lecker ist die hausgemachte Feigen Marmelade, für die Amasra berühmt ist. Davon solltet ihr euch unbedingt ein paar Dosen mitnehmen. Abends könnt ihr euch dann in den großen Teegarten direkt am Meer setzen und den Sonnenuntergang geniessen. Wer am Strand relaxen will, kann sich auf die großen Sitzsäcke niederlassen und den jungen Musikern lauschen, die abends Gitarre spielen.

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Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

An einem kleinen Ort wie Amasra gibt es natürlich nicht so viele Sehenswürdigkeiten, schliesslich geht es hier in erster Linie darum die Natur zu geniessen. Dennoch könnt ihr euch ein paar historische Überbleibsel anschauen. Ganz interessant ist die genuesische Burg, die auch ein kleines Wohnviertel beherbergt. Außerdem befinden sich hier zwei ehemalige byzantinische Kirchen, die später zu Moscheen umgewandelt wurden. Besonderes Highlight ist aber der „weinende Baum“ (auf türkisch Aglayan Agac), der sich auf dem Boztepe Hügel befindet. Von hier aus habt ihr eine atemberaubende Sicht auf das schwarze Meer und könnt den besonderen Baum bewundern, der jedes Jahr im Frühling Wasser absondert. Die Luftfeuchtigkeit, die sich im Baum sammelt, lässt den Baum so aussehen, als würde er weinen.

Wenn ihr in Amasra seid, solltet ihr auch unbedingt eine Bootstour machen. So könnt ihr die zahlreichen Quallen im schwarzen Meer aus sicherer Entfernung bewundern.

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Unterkünfte und Anfahrt

In Amasra gibt es zahlreiche Ferienwohnungen mit Ausblick auf das Meer. Wenn ihr also eine günstige Unterkunft sucht, solltet ihr euch auf jeden Fall eine Wohnung mieten. Es gibt zwar auch einige Hotels aber die sind deutlich teurer als die Ferienwohnungen. Eine Nacht in Amasra kostet ab 20€, was sehr günstig ist. Hier findet ihr passende Unterkünfte.

Wenn ihr nach Amasra wollt, solltet ihr euch ab Istanbul oder Ankara ein Auto mieten. Die Fahrt ab Ankara beträgt ungefähr 4 Stunden, während man von Istanbul aus etwas über 5 Stunden braucht. Ihr könnt natürlich auch den Bus nehmen. Die Hin- und Rückfahrt ab Ankara kostet umgerechnet knapp 20€. Hier könnt ihr euch passende Busverbindungen raussuchen.

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