Erhaben thront sie inmitten der griechischen Hauptstadt – die Akropolis von Athen. Wie eine heroische Schönheit aus Säulen und Statuen, wissend, dass sie den Göttern dient, blickt sie über ihre Stadt, die ihr zu Füßen liegt.

Schlendert man durch Athen, trifft man auf Moderne, kombiniert mit griechischer Kultur, lebensfrohen Menschen in einer pulsierenden aber gleichzeitig entspannten Gesellschaft, die dieses Land zeichnet. Blickt man aber nach oben über den Horizont, entdeckt man eine Stätte, die wahrlich für die Götter geschaffen wurde. Betritt man die Akropolis von Athen, betritt man gleichzeitig Geschichte, ein anderes Universum und taucht nicht ab, sondern auf, indem man die chaotische Hauptstadt unter sich lässt.

Die Akropolis in Athen

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Eine Akropolis nicht nur in Athen

Wusstet ihr, dass der Name eigentlich ein Überbegriff ist und es daher mehrere dieser Gebäude gibt? Macht nichts – ich dachte auch nur an die Akropolis in Athen. Sie ist aber auch wunderschön. Akropolis im ursprünglichen Sinne heißt so viel wie ein Burgberg, der als Wehranlage diente. Aus strategischen Gründen wurde diese Anlage – wie man fast überall auf der Welt sehen kann – auf den Stadthügeln gebaut: Schließlich hat man von dort den besten Blick. Auf Feinde, nicht das Landschaftspanorama. Das genießen wir heute. So kommt eine Akropolis einer Zitadelle gleich, ebenfalls eine Festung auf der Erhöhung einer Stadt, wobei sich die Akropolis im Laufe der Zeit immer mehr zu Kulturstätten entwickelt hat.

Ακρόπολη

Heute dreht sich aber alles um das Wahrzeichen der griechischen Hauptstadt, denn zahlreiche Touristen pilgern auf den Hügel, der das Stadtbild prägt und deshalb habe auch ich mich auf den Weg für euch gemacht und mir diesen Platz der Götter genauer angesehen.

Dieses Schmuckstück alter Architektur ist jedem ein Begriff und ragt in eine schwindelerregende Höhe von 156 Metern. Ok – das ist vielleicht doch nicht so hoch, aber den Göttern reichte es anscheinend. Dieser heilige Ort hat im Laufe der Geschichte ganz schön oft seine Bedeutung gewechselt: in der Steinzeit stand hier ein Herrscherpalast, später wurde es dann ein Tempel für irdische Gottheiten, bis die Perser 500 v.Chr. die Anlage zerstörten. Man baute das Pantheon (ein Bauwerk für Götter) erneut auf, bis die Christen kamen und das Ganze als Kirche samt kleinen Kapellen umwidmeten. Plötzlich flanierten hier Bischöfe statt Götter. Es geht aber noch weiter, denn dann kamen die Osmanen, und die Akropolis in Athen wurde – ihr ahnt es schon – zu einer Moschee. Aus religiöser und architektonischer Sicht könnte man fast meinen, dass Akropolis ein ganz schön leichtes Mädchen gewesen ist. Eine Dirne der Eroberer sozusagen. ;-)

Raubzüge der Engländer und ein explodiertes Pulverfass haben sie zu dem gemacht, was wir heute bestaunen können. Zusätzlich setzten ihr auch noch Korrosion und Umweltverschmutzung zu. Das ist auch der Grund, warum ihr vor Ort viele kleine (und größere) Baustellen vorfindet. Viele Teile wurden auch schon durch neuwertige Steine ersetzt, um die alten in Museen schützend unterzubringen. Aber naja, das merken die Wenigsten.

Der Parthenon

Auf den Spuren der Götter

Vor Ort könnt ihr euch auf der Anlage frei bewegen, die vielen Ausgrabungen bestaunen und euch ein wenig in der Zeit zurück versetzen lassen. Was euch dabei verständlicherweise als erstes ins Auge fällt, ist der Parthenon, das größte und wichtigste Gebäude am Berg. Gewidmet wurde es der Göttin Pallas Athena Parthenos, die zugleich auch Schutzpatronin der Stadt ist. An dem 70 Meter langem Tempel wird schon seit Jahren im Rahmen von Restaurationsarbeiten gebaut, um dieses wichtige Gebäude bestmöglichst zu erhalten.

Bei eurem Rundgang kommt ihr dann auch noch an vielen weiteren einzelnen Bauten vorbei, welcher aber noch besonders schön ist, ist der Erechtheion, der seinen Namen aufgrund des mystischen König Erechtheus erhalten hat, der angeblich unter dem Tempel begraben liegt. Besonders schön finde ich die Karyatide. Das sind weibliche Figuren, die mit ihren Köpfen aus Sicht der Bauherren eine tragende Rolle spielen.

Bei 20€ Eintritt schluckt man zwar zuerst, aber bei einem Athen Besuch sollte man die Akropolis nicht auslassen, dieses faszinierende Bauwerk gehört einfach dazu. Achtung bei den Öffnungszeiten: Im Sommer von 8-19 Uhr (Montags erst ab 11 – da schlafen die Griechen lieber aus), im Winter nur von 8:30-15 Uhr. Bringt außerdem ausreichend Zeit mit, weil es wirklich traumhaft schön ist, von oben auf die Stadt zu blicken und die ganze Anlage zu erkunden und auf sich wirken zu lassen. Seid ihr aber in den Sommermonaten in Athen, solltet ihr euch mittags vielleicht nicht gerade die Akropolis vornehmen, da ihr und eure Stirn sonst gegrillt werdet. Wer sein Repertoire an historischem Wissen zudem etwas erweitern oder auffrischen möchte, der sollte dem Akropolis Museum am Fuße des Berges unbedingt einen Besuch abstatten und kann dort in die griechische Geschichte eintauchen.

Auf nach Athen!

Na, habt ihr die Akropolis in Athen schon selbst besucht oder steht dieser Tempel bereits ganz oben auf eurer Liste? Eine Reise in die griechische Hauptstadt ist immer großartig, stöbert doch einfach mal durch meine Buchungsstrecke und sichert euch ein passendes Angebot.

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