Im Ausland mit der Kreditkarte zahlen oder Bargeld abheben? Ja, das kann schon mal ganz schön hohe Kosten verursachen. Doch aufgepasst: Je nach Anbieter gibt es große Unterschiede bei den Auslandseinsatzgebühren. Ich verrate euch, mit welchen Kreditkarten ihr unnötige Kosten umgehen könnt.

Wer kennt das Szenario eigentlich nicht: Man ist im Urlaub, genauer gesagt in einem fremden Land unterwegs, und das Bargeld wird so langsam knapp. Schnell beginnt man zu rechnen, ob man mit dem Geld noch hinkommt oder doch mal mit der Kreditkarte zahlen oder vielleicht sogar Bargeld abheben muss. Aber wie war das nochmal mit den damit verbundenen Kosten bei der eigenen Kreditkarte? Wie hoch sind die Auslandseinsatzgebühren? Oder gibt es innerhalb der EU vielleicht doch keine? Ich bringe an dieser Stelle etwas Licht ins Dunkle und zeige euch, welche Kreditkarten ihr weltweit ohne Bedenken einsetzen könnt. Schließlich gehört die Kreditkarte mittlerweile zu den wichtigsten Reiseutensilien, da man allein bei spontanen Hotel- oder Flugbuchungen im Ausland oftmals nicht mehr ohne das „Plastikgeld“ weiterkommt.

Kreditkarten ohne Auslandseinsatzgebühr

Der große Kreditkarten Vergleich | DKB Visa Card | N26 Mastercard 

Free Mastercard | Revolut Konto | Urlaubsguru Fazit

Credit Cards

Kreditkarten ohne Auslandseinsatzgebühr – Der große Vergleich

Die Höhe der Auslandseinsatzgebühren bei Kreditkarten liegt in der Regel je nach Anbieter zwischen 1% und 2%, einige erheben aber auch einfach eine feste Gebühr von mindestens 5€. In meinem Kreditkarten Vergleich findet ihr alle Kreditkarten, die aktuell keine Auslandseinsatzgebühren erheben. Solch eine Kreditkarte ist vor allem sinnvoll, wenn ihr oft auf Reisen seid und in einer fremden Währung zahlt. In wenigen Ausnahmefällen kann es natürlich sein, dass der Händler im Ausland ein Entgelt für das Bezahlen mit der Kreditkarte erhebt. Darauf haben die einzelnen Banken allerdings keinen Einfluss und somit können sie dieses Geld auch nicht zurückerstatten.

Gebührenfrei bezahlen im Ausland

Generell findet ihr in meiner Übersicht zwei Arten von Kreditkarten: Eine gekoppelte Kreditkarte, wie etwa die DKB Visa Card, oder eine sogenannte „echte“ Kreditkarte wie die Free Mastercard. Erstere ist, wie der Name es bereits verrät, an ein Girokonto gekoppelt, sprich die Beträge werden euch direkt oder zum Ende des Abrechnungsmonats von eurem Konto abgebucht. Das Girokonto müsst ihr in diesem Fall parallel zur Kreditkarte eröffnen. Kreditkarten wie die Free Mastercard sind hingegen „echte“ Kreditkarten mit einem Kreditrahmen. Das bedeutet, dass das Zahlungsziel einige Monate in der Zukunft liegen kann und sie entsprechend nicht zwingend an ein Girokonto gekoppelt sind. Außerdem wichtig zu wissen: Während es sich bei gekoppelten Kreditkarten um Sollzinsen handelt, die man für das Überziehen des Girokontos zahlen muss, zahlt man bei echten Kreditkarten einen effektiven Jahreszins. Detaillierte Informationen zur jeweiligen Kreditkarte findet ihr im Folgenden.

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DKB Visa Card

Die DKB Visa Card ist eine gekoppelte Kreditkarte, was bedeutet, dass ihr hierfür ein Girokonto bei der DKB Bank eröffnen müsst. Kreditkartenzahlungen werden also mit eurem Girokonto beglichen. Doch sowohl das Girokonto als auch die Kreditkarte sind hier komplett kostenlos. Gleiches gilt für Bargeldabhebungen und Auslandseinsätze, diese sind ebenfalls kostenlos. Einzige Voraussetzung: Ihr seid ein Aktivkunde und könnt einen monatlichen Geldeingang von mindestens 700€ nachweisen, ansonsten zahlt ihr bei Bargeldabhebungen in Fremdwährung 1,75%. Ein besonderes Vorteil der DKB Visa Card ist der Guthabenzins in Höhe von 0,4% (bis 100.000€).

      Pro:

  • 0€ Jahresgebühr
  • 0€ Bargeld-Abhebungsgebühr weltweit für Aktivkunden (d.h. Geldeingang von mindestens 700€/Monat)
  • 0% Auslandseinsatzgebühr weltweit für Aktivkunden
  • Zusatzleistungen: 0,4% Guthabenzins, kostenloses Girokonto inklusive

      Contra:

  • gekoppelte Kreditkarte
  • 1,75% Bargeld-Abhebungsgebühr und Auslandseinsatzgebühr bei Fremdwährung für Passivkunden (d.h. Geldeingang von unter 700€/Monat)

zur DKB Visa Card

N26 Business Mastercard

Die N26 Business Mastercard ist ebenfalls eine gekoppelte Debitkarte, auch hier müsst ihr ein Girokonto erstellen. Das bedeutet, dass alle Transaktionen in Echtzeit direkt vom Girokonto abgebucht werden. Auch hier müsst ihr keine Jahres- und Auslandseinsatzgebühren bezahlen. Zudem könnt ihr pro Monat fünf Mal kostenlos abheben, für jede weitere Abhebung zahlt ihr 2€.

      Pro:

  • o€ Jahresgebühr
  • 0% Auslandseinsatzgebühr weltweit
  • 5 kostenlose Bargeld-Abhebungen im Monat

      Contra:

  • gekoppelte Kreditkarte
  • 1,7% Gebühr bei Bargeldauszahlung in Fremdwährung

zur N26 Black Mastercard

Free Mastercard

Die Free Mastercard ist eine gebührenfreie Kreditkarte von der Advanzia Bank und nicht an ein Girokonto gebunden. Auch das Abheben ist sowohl im Inland als auch im Ausland komplett gebührenfrei. Ihr könnt den Kartenantrag bequem online stellen und müsst hierfür auch nicht die Bank wechseln. Zudem habt ihr bei der Free Mastercard die Möglichkeit die Rechnung als Teilzahlung zu begleichen. Jedoch solltet ihr auf die Verzugszinsen achten, da diese sehr hoch sind!

      Pro:

  • 0€ Jahresgebühr
  • 0€ Bargeld-Abhebungsgebühr weltweit
  • 0% Auslandseinsatzgebühr bei Euro
  • „echte“ Kreditkarte

      Contra:

  • 24,90% Verzugszinsen, nominal pro Monat 1,87%

zur Free Mastercard

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Revolut Girokonto

Das Revolut Konto ist keine Kreditkarte im herkömmlichen Sinn aber dennoch kann es euch bei eurer Auslandsreise von Nutzen sein. Dabei handelt es sich um ein Online Girokonto, wo ihr in 150 verschiedenen Währungen Geld aufbuchen und im Ausland abheben könnt. Bis zu 200€ im Monat sind dabei gebührenfrei, bei höheren Beträgen kommt eine Gebühr von 2% dazu. Doch das ist noch lange nicht alles, denn mit dem Revolut Konto könnt ihr auch problemlos Geld direkt über die App überweisen und an eure Freunde senden bzw. von ihnen anfordern. Mit der App könnt ihr auch ganz einfach eure Karte sperren lassen oder eure Sicherheitseinstellungen ändern.

      Pro:

  • kostenlos in der Basisvariante
  • bis zu 200€ gebührenfrei abheben im Ausland
  • sofortige Ausgabenbenachrichtigung
  • Gratis Registrierung in der App

      Contra:

  • Gebühr von 2% bei Beträgen über 200€/Monat
  • Gebühr von 0,5% bei Beträgen über 6000€/Monat bzw. Pauschalaufschlag am Wochenende und bei bestimmten Währungen

zum Revolut Konto

Urlaubsguru Fazit

So, das waren sie – drei ausgewählte Kreditkarten ohne Auslandseinsatzgebühr und ein Online Girokonto, das ich euch ans Herz legen kann. Wie ihr seht, fallen bei jeder dieser Karten bei Zahlungen oder Abhebungen innerhalb der Eurozone keine weiteren Kosten an. Während die Free Mastercard eine richtige Kreditkarte ist, sind die DKB Visa Card und die N26 Business Card an ein Girokonto gekoppelt. Bei der Free Mastercard könnt ihr die Rechnung sogar als Teilzahlung begleichen, solltet aber dabei auf die Zinsen achten. Die Karte bietet zudem eine Reiseversicherung, die euch beispielsweise im Falle eines Diebstahls absichert. Mit der DKB Visa Card erhaltet ihr wiederum einen Guthabenzins in Höhe von 0,4%. Auch das Revolut Online Konto ist praktisch für Reisen – damit könnt ihr immerhin bis zu 200€ im Ausland abheben, ohne Gebühren zu zahlen.

Auch eure Meinung ist mir wichtig: Habt ihr schon Erfahrungen gesammelt mit einer dieser drei Kreditkarten? Könnt ihr eine davon besonders weiterempfehlen oder habt ihr vielleicht sogar einen anderen Kreditkarten-Favoriten für eure Reisen ins Ausland?

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