Fremde Kulturen, einzigartige Landschaften und grenzenlose Freiheit – Eigenschaften, die jeden Trip zu einem Highlight werden lassen. Leider können aber die meisten von uns nicht permanent auf Reisen sein. Um eurem Fernweh entgegenzuwirken, habe ich hier die besten Reisebücher aufgelistet. Versinkt in spannenden Reiseabenteuern, lasst euch zu spektakulären Erlebnissen mitnehmen und taucht ein in die Geschichten der Reisenden. Viel Spaß!

Besonders nach längeren Reisen, wenn man wieder in seinen eigenen vier Wänden angekommen ist, plagt sicherlich den einen oder anderen von euch das Fernweh. Ich selbst kenne das nur zu gut. Zwischen meinen Reisen plane ich am liebsten gleich schon den nächsten Trip und hole mir überall neue Inspiration. Um diese mit euch zu teilen, habe ich euch einige meiner liebsten Reisebücher aufgeschrieben, die sicherlich auch bei euch die Wanderlust erwecken werden. Und das Schöne an den meisten Büchern über das Reisen ist: Die Autoren berichten oft von ihren eigenen Erfahrungen und nehmen euch direkt mit in die Weiten der Welt. Kopfkino garantiert!

Die schönsten Reisebücher im Überblick

In die Wildnis | Das große Los | Eat, Pray, Love

Der große Trip | Fliegen ohne Flügel | Die Landkarte der Liebe | Der Strand

Banana Pancake Trail | Laufen. Essen. Schlafen. | Journeyman

„In die Wildnis – Allein nach Alaska“ von Jon Krakauer

Vielen von euch wird der Titel „In die Wildnis“ wohl schon ein Begriff sein, trotzdem darf er natürlich in meiner Auflistung nicht fehlen. Besonders spannend und inspirierend an diesem Werk finde ich, dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht. Vor einigen Jahren, genauer gesagt im August 1992, wurde nämlich die Leiche von Chris McCandless erfroren in der Wildnis von Alaska aufgefunden. Der Bergsteiger und Autor Jon Krakauer wollte daraufhin mehr über die Hintergründe seiner Reise in die Wildnis erfahren und rekonstruierte diese. Herausgekommen ist dabei eine wirklich ergreifende Geschichte über einen jungen Mann, der seinen materiellen Besitz und die Zivilisation hinter sich lässt, um in die Tiefen der einsamen Natur Alaskas einzutauchen.

Das erfolgreiche Buch wurde einige Jahre später mit Sean Penn und Emile Hirsch verfilmt. Die Bilder und die beeindruckende schauspielerische Leistung überzeugen hierbei voll und ganz!

„Das große Los“ von Meike Winnemuth

Träumen wir nicht alle davon, einmal im Lotto zu gewinnen und uns dann aufzumachen in die große weite Welt? Von einer ähnlichen Geschichte erzählt Meike Winnemuth in ihrem Reisebuch „Das große Los“, in dem die erfolgreiche Journalistin bei „Wer wird Millionär“ 500.000 Euro gewinnt und dieses Geld ganz genau zu nutzen weiß.

Die Überraschungen, die man nicht zuletzt mit sich selbst erlebt…

Sie packt kurzerhand die Koffer und bereist die Welt. In 12 Monaten lebt sie dabei in 12 verschiedenen Städten in 12 verschiedenen Ländern. Mitreißend erzählt sie von ihren Erlebnissen in Sydney, Buenos Aires, Mumbai, Shanghai, Honolulu, San Francisco, London, Kopenhagen, Barcelona, Tel Aviv, Addis Abeba und Havanna, wie diese Monate sie verändert haben und worauf es wirklich im Leben ankommt. In „Das große Los“ geht es besonders um Aha-Erlebnisse während des Reisens, aber auch um Kulturschocks und nicht zuletzt um die Tatsache, dass Zufälle und Überraschungen überall auf der Welt lauern können. Ein besonders schönes Reisebuch, da nicht nur die verschiedenen Städte mit ihren Menschen und Kulturen beschrieben, sondern auch Winnemuths eigene Erfahrungen und Gefühle dabei hervorragend geschildert werden.

„Eat, Pray, Love“ von Elizabeth Gilbert

Ja, auch der Titel „Eat, Pray, Love“ gehört in meine Auflistung der besten Bücher für Reisende. Auch wenn wahrscheinlich die meisten von euch schon mit der Geschichte durch die Verfilmung vertraut sind, würde ich euch raten, das Buch zu lesen und einfach im Fernweh zu schwelgen.

In ihrer Autobiografie erzählt Gilbert von ihrer Scheidung, ihren Depressionen und dem Beschluss, ganz neu anzufangen. Auf ihrer folgenden einjährigen Reise durch Italien, Indien und Indonesien findet sie dank Meditation und neuer Freundschaften wieder zu sich selbst und ihrem Glück. Dieser internationale Bestseller ruft nicht nur die Bilder von wunderschönen Orten und Landschaften in unsere Köpfe, er schildert auch auf eine ehrliche Art und Weise den Weg zum inneren Frieden, den viele sich vom Reisen erhoffen.

Viele Reisebücher thematisieren die Selbstfindung der Protagonisten während der Reise

„Der große Trip“ von Cheryl Strayed

Das Reisebuch „Der große Trip“ handelt ebenfalls von einer wahren Geschichte, die die Verfasserin selbst erlebt hat. Herausgekommen ist dabei ein fesselndes Werk über einen wichtigen Lebensabschnitt der US-amerikanischen Autorin Cheryl Strayed, das 2012 veröffentlicht wurde.

Die Leinwandadaption des Films wurde zweimal für den Oscar nominiert.

Als sie mit 22 Jahren ihre Mutter an den Krebs verliert und sich von ihrem Stiefvater und ihren Geschwistern distanziert, geht bald auch ihre Ehe in die Brüche und sie beginnt Heroin zu nehmen. Um wieder zu sich selbst zu finden und die Frau zu sein, die ihre Mutter erzogen hat, beschließt sie, mit 26 Jahren alleine und unvorbereitet den Pacific Crest Trail zu wandern. Freut euch auf eine Geschichte über einen ganz besonderen Selbstfindungstrip mit einigen Tiefen und vielen Höhen.

Viele der Geschichten haben die Autoren selbst erlebt

„Fliegen ohne Flügel“ von Tiziano Terzani

Der italienische Journalist und Asienkorrespondent des „Spiegels“ Tiziano Terzani lebte, arbeitete und reiste schon einige Jahre in Asien, als ein chinesischer Wahrsager seinen Tod durch einen Flugzeugabsturz im Jahr 1933 vorhersagte.

Im besagten Jahr reiste Terzani weiterhin durch die Länder Asiens, nur eben ohne Flugzeuge als Fortbewegungsmittel. Seine Erlebnisse, seine besonderen Begegnungen und auch seine Reise zur Spiritualität veröffentlicht er später in seinem Werk „Fliegen ohne Flügel“. Auch wenn dieses Reisebuch schon vor einigen Jahren (1998) erschienen ist, liest es sich auch heute noch wunderbar und liefert Inspiration für mehr Achtsamkeit. Ein wunderschönes Buch über die Menschen und die kleinen Dinge, denen man sonst auf Reisen kaum Beachtung schenkt.

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Foto: iStock.com/Oleh_Slobodenius

„Die Landkarte der Liebe“ von Lucy Clarke

Die Autorin dieses Buches, Lucy Clarke, reist selbst regelmäßig durch die Welt, an entfernte exotische Orte. Kein Wunder also, dass in ihren Geschichten immer eine gute Portion Fernweh vorhanden ist.

In dem Buch „Die Landkarte der Liebe“ entführt sie euch unter anderem nach Indonesien, genauer gesagt auf die paradiesische Insel Bali. In der Geschichte erfährt die Protagonistin Kate von dem tödlichen Sturz ihrer Schwester auf eben genau dieser Insel. Mithilfe ihres Reisetagebuchs versucht Kate nun die Route ihrer Schwester nachzuvollziehen, um zu erfahren, wie es zu der Tragödie kommen konnte. Dieser Roman überzeugt nicht nur mit einer ergreifenden Geschichte der Schwestern. Lucy Clarke schafft es auch immer wieder, traumhafte Kopfkinos über die wunderbarsten Orte zu erzeugen.

Das Tagebuch führt die Protagonistin Kate geradewegs nach Bali

„Der Strand“ von Alex Garland

Der Strand“, besser bekannt unter dem englischen Titel „The Beach“, ist ein Roman von Alex Garland aus dem Jahr 1996 und dürfte euch wohl besonders als Verfilmung mit Leonardo DiCaprio bekannt sein.

Endlose Strände, tiefblaues Wasser und Palmen unter der strahlenden Sonne…

Dieser spielt den jungen Engländer Richard, der als Backpacker quer durch Thailand reist. Er bekommt eine Karte, die ihn zusammen mit einem französischen Pärchen abseits von den ausgetretenen Touristenpfaden zu einem Inselparadies führt. Dort lebt eine Gruppe von Aussteigern, die das idyllische Leben abseits der Zivilisation genießen. Doch die Idylle hält nicht lange an…

Die Geschichte thematisiert etwas, an das viele von euch bestimmt auch schon mal gedacht haben: Einfach auf eine einsame Insel ziehen und dort in den Tag hineinleben. Der Autor zeigt aber auch die harte Realität und vor allem die Tatsache, dass auch das Leben im Paradies nicht so schön ist, wie es zunächst scheint. Garlands Abenteuerbuch ist nicht nur spannend geschrieben, sondern es lässt auch all die traumhaften Bilder in den Köpfen erscheinen, die man eben mit einem Paradies verbindet: Endlose Strände, tiefblaues Wasser und dutzende Palmen unter strahlendem Sonnenschein. Fernweh lässt grüßen!

Viele Geschichten lassen uns einfach von himmlischen Orten träumen…

„Banana Pancake Trail“ von Philipp Mattheis

Junge Backpacker, die in warmen und günstigen Ländern nach ihrer Freiheit und Individualität suchen – Was wohl viele von euch, die schon einmal in Südostasien unterwegs waren, selbst erlebt haben, wird in dem Reisebuch „Banana Pancake Trail“ humorvoll thematisiert.

Wie schon tausende andere Backpacker begibt sich Philipp Mattheis auf dem Banana Pancake Trail (ein Weg durch Südostasien, der nach süßen Pfannkuchen benannt wurde, die man in den Hostels vor Ort bekommt) auf die Suche nach seiner Individualität. Leicht sarkastisch angehaucht erzählt er von seinen Begegnungen mit Gleichgesinnten aus aller Welt. Das Buch bringt euch sicherlich immer wieder zum Schmunzeln. Nicht zuletzt, weil es an so viel Selbsterlebtes erinnert und das ein oder andere Backpacker-Klischee erfüllt.

„Laufen. Essen. Schlafen.“ von Christine Türmer

Auch Christine Türmer berichtet in ihrem Buch „Laufen. Essen. Schlafen.“ von ihren eigenen Erlebnissen. Als ihr gekündigt wird, nimmt sie sich eine Auszeit und beschließt, den Pacific Crest Trail zu wandern. Ganze 4.277 Kilometer von Mexiko nach Kanada und das innerhalb von fünf Monaten. Ohne sportliche Vorbereitung oder Erfahrungen erlebt sie ein langes Abenteuer und berichtet in diesem Buch von ihren unvergesslichen Erfahrungen.

Mitreißend und humorvoll beschreibt die Autorin nicht nur die atemberaubenden landschaftlichen Eindrücke, sondern schildert auch ihre persönlichen Erlebnisse und die Suche zu ihrem inneren Selbst. Sehr interessant sind außerdem ihre Erfahrungen, in denen sie schildert, wie es ist, alleine als Frau unterwegs zu sein.

„Journeyman – 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs“ von Fabian Sixtus Körner

Einmal um die Welt mit schlappen 255 Euro. So war anfangs der Plan, als sich Fabian Sixtus Körner mit seinem Rucksack auf den Weg macht. Alle Kontinente bereisen und dabei für Unterkunft und Verpflegung arbeiten, alles andere ergibt sich dann schon spontan.

Besonders cool: Im Buch sind QR-Codes enthalten. Diese könnt ihr scannen und so seine Reise mit Videos und Fotos hautnah miterleben.

In „Journeyman“ berichtet Körner wunderbar von seiner Reise, permanent angetrieben durch seinen Drang nach Freiheit und grenzenlosen Optimismus. Eine Story, die definitiv Lust macht, selbst wieder zu verreisen. Körner berichtet dabei von den verschiedensten Jobs, die er über die zwei Jahre an über 60 Orten kreuz und quer auf der Welt erleben durfte und was für Geschichten man bei für uns nicht ganz so alltäglichen Situationen erlebt. Die kulturellen Unterschiede auf seinem Weg, die Menschen, die er kennenlernt und von denen er sich immer wieder schmerzhaft verabschieden muss, und die langen Wege, die er für seine Jobs auf sich nehmen muss, verpackt er spannend und zugleich amüsant in sein inspirierendes Buch. Vorsicht: Es könnte dazu verleiten, selbst die Koffer zu packen und einfach loszuziehen.

Viel Spaß beim Schmökern!

Ich hoffe, ich konnte euch mit meiner Liste etwas Inspiration für eure nächste Lektüre liefern. Diese Reisebücher lassen euch garantiert von eurem nächsten Trip träumen oder in Erinnerungen schwelgen. Mir haben sie auf jeden Fall super geholfen, die Zeit zwischen meinen Reisen zu überbrücken. Falls ihr selbst noch Tipps für gute Reiselektüren habt, dann immer her damit. Ich freue mich auf eure Kommentare!

 

Traumhafte Reiseziele für euer Fernweh