Der Süden Frankreichs ist mit dem herrlichen Klima und der tollen Natur ein sehr beliebtes Reiseziel. Regionen wie die Côte d’Azur oder die Provence erfreuen sich an großer Beliebtheit und locken jährlich zahlreiche Touristen an. Doch Südfrankreich hat mehr zu bieten als diese bekannten Ziele. In meinem heutigen Artikel widme ich mich den geheimen Perlen und stelle euch ein paar Highlights vor.

Südfrankreich ist geprägt vom Mittelmeer und den Hochgebirgen der Pyrenäen, was den Landesteil zu einem sehr beliebten Reiseziel macht. Hier kann man nicht nur an wunderschönen Stränden entspannen, sondern auch durch die zahlreichen Weinberge streifen oder in der schönen Natur wandern – Naturliebhaber kommen also voll auf ihre Kosten. Neben bekannten Orten wie Provence und Côte d’Azur gibt es im Süden Frankreichs noch etliche weitere Regionen, die als Geheimtipp gelten und mit einer ursprünglichen Atmosphäre locken. Heute möchte ich euch das Gebiet Okzitanien näher bringen, das mit 300 Sonnentagen und einer 220 km langen Küste lockt.

Der unentdeckte Süden Frankreichs

Toulouse | Aude | Hérault

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Okzitanien – Ein Paradies für Sonnenanbeter

Die Ferienregion Okzitanien im Südwesten Frankreichs ist ein absolutes Paradies für Sonnenanbeter – hier scheint nämlich 300 Tage im Jahr die Sonne! Somit ist das Gebiet, das sich vom Mittelmeer bis zu den Pyrenäen erstreckt und aus insgesamt 14 Départements besteht, rund ums Jahr eine Reise wert. Während man im Sommer an der 220 km langen Küste an zahlreichen Traumstränden entspannen kann, bietet sich in den kälteren Monaten eine Entdeckungstour durch die vielen Dörfer und Städte an. In Okzitanien gibt es mehrere UNESCO-Weltkulturerbestätten wie z.B. die mittelalterliche Stadt Carcassonne oder den Canal du Midi. Doch auch moderne Städte wie Toulouse und Montpellier warten nur darauf, von neugierigen Besuchern entdeckt zu werden. Wer nach einem Stadtaufenthalt Lust auf Natur, Ruhe und Aktivurlaub hat, kann sich auf dem Canal du Midi, der das Mittelmeer mit dem Atlantik verbindet, eine romantische Bootsfahrt gönnen. Apropos Natur – auch Wanderer und Taucher kommen in Okzitanien nicht zu kurz. Die Felsenküste Côte Vermeille zwischen Cerbère an der spanischen Grenze und Argelès-sur-Mer bietet optimale Voraussetzungen für einen Aktivurlaub der Superlative. Die Region eignet sich also nicht nur für einen ruhigen Strandurlaub, sondern überzeugt auch mit einem reichen Kulturerbe sowie einem vielfältigen Angebot an Aktivitäten. Im folgenden stelle ich euch die wichtigsten Orte in Okzitanien im Detail vor und verrate, welche Highlights ihr nicht verpassen dürft.

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Toulouse

Als Hauptstadt von Okzitanien gehört Toulouse natürlich zu den wichtigsten Orten in der Region. Mit der wunderschönen Altstadt, die von rosaroten Backsteinhäusern geprägt ist, versprüht die viertgrößte Stadt Frankreichs einen ganz eigenen Charme. Dank der berühmten Ziegelsteinfassaden trägt Toulouse auch den Beinamen „ville rose“, also „rosa Stadt“. Zudem punktet die Stadt mit Gastfreundschaft und einer fröhlichen Lebensart, die einen sofort mitreißt. In den zahlreichen Cafés kann man sich mit den geselligen Einheimischen unterhalten und das authentische Frankreich kennen lernen. Durch die Nähe zu Spanien hat Toulouse auch einen ausgeprägten Sinn für Feste – so ist in der Stadt immer etwas los. Vor allem bei Fußballspielen des Toulouse FC kommt die Leidenschaft der Bewohner zum Vorschein. Zudem finden im Sommer zahlreiche Musikfestivals wie Rio Loco oder Siestes Electroniques statt. Natürlich darf man sich auch die kulinarischen Schmankerl in Toulouse nicht entgehen lassen: Entenbrust, Cassoulet, Toulouser Bratwurst, Süßwaren aus Veilchen – es gibt viel zu probieren.

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Aude

Das Département Aude liegt an der westlichen Mittelmeerküste nördlich von den Pyrenäen und wird als „Land der Katharer“ bezeichnet. Nirgendwo sonst in Frankreich haben die Katharer so deutliche Spuren hinterlassen wie hier. Doch das reiche Kulturerbe ist nicht der einzige Grund, warum man diesem Gebiet einen Besuch abstatten sollte. Die Aude ist nämlich auch das älteste und flächenmäßig zweitgrößte Weingebiet in Frankreich. So findet man hier zahlreiche Weinberge, die sich perfekt für einen Ausflug eignen. Zudem eignet sich die Region auch hervorragend für einen erholsamen Sommerurlaub – am Küstenabschnitt des Départements gibt es mehrere Badeorte, die bis jetzt vom Massentourismus verschont wurden und mit einer ruhigen Atmosphäre locken.

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Hérault

Wunderschöne Weinberge, idyllische Strände und kulinarische Köstlichkeiten – all das zeichnet das südfranzösische Département Hérault aus. Die Region gilt als absoluter Geheimtipp und begeistert mit der mediterranen Lebensart, die einen sofort in Urlaubsstimmung versetzt. Fernab vom Massentourismus kann man hier authentische Städte entdecken und sich durch die erstklassige Küche durchprobieren. In Hérault gibt es zudem ein UNESCO-Weltkulturerbe zu entdecken – der berühmte Canal du Midi nimmt hier seinen östlichen Anfang und führt bis nach Toulouse. Weiteres Must-See ist die hippe Stadt Montpellier. Die Studentenstadt ist in erster Linie für ihre Universität bekannt, die zu den wichtigsten des Landes gehört. Doch Montpellier ist nicht nur in punkto Bildung wichtig – die Stadt bietet auch ein reiches Kulturangebot sowie tolle architektonische Highlights. Neben prachtvollen Bauwerken und schönen Plätzen kann man hier auch viele Parks entdecken, die vor allem im Sommer nur so vor Studenten wimmeln. Generell ist die Stadt sehr lebendig und für die offene Lebensart bekannt. Zudem punktet Montpellier mit der Nähe zum Meer – die Stadt ist etwa 10 Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt, so bieten sich auch Tagesausflüge zum Strand an.

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Der Süden Frankreichs hat viele Facetten zu bieten, die sich zu entdecken lohnen. Wenn ihr mehr über diese schöne Region erfahren wollt, schaut mal bei meiner Südfrankreich Themenwoche vorbei. Da findet ihr nicht nur Geheimtipps und Infos rund um das Gebiet, sondern auch günstige Reiseangebote.

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