Island gilt als absolutes Traumziel und steht seit einiger Zeit ganz oben auf den Listen der Weltenbummler. Warum eine Reise trotz des Hypes um die Insel nicht gleich ein Vermögen kosten muss, und wie ihr es anstellt, mit wenig Budget eine traumhafte Zeit auf Island zu erleben, zeige ich euch heute.

Island ist uns in den letzten Jahren als Destination immer mehr ins Bewusstsein gerückt. Bilder der beeindruckenden Nordlichter und atemberaubenden Gletscher kursieren durchs Internet und regen zum Träumen an. Der Hype ist völlig berechtigt, denn die Vulkaninsel hat als Urlaubsziel mit ihren unvergleichlichen Naturkulissen wirklich so einiges zu bieten. Die abgeschottete Lage im Norden und die vergleichsweise hohen Lebensunterhaltungskosten können auf diejenigen, denen kein riesiges Budget zum Reisen zur Verfügung steht, jedoch schnell abschreckend wirken. Ich behaupte aber, eine Reise nach Island ist gar nicht so teuer, wie ihr denkt! Und um das zu beweisen, habe ich euch hier meine besten Tipps für einen günstigen Trip zusammengestellt.

6 Tipps, um Island günstig zu bereisen

Reisezeitraum | Anreise und Transfer | Attraktionen |

Heiße Quellen | Unterkünfte | Verpflegung

Islands magische Natur zieht Urlauber aus aller Welt an.
Islands magische Natur zieht Urlauber aus aller Welt an.

Tipp 1: Reisen außerhalb der Hauptsaison

Dass Reisen in der Nebensaison oft deutlich preiswerter sind als in der Hauptsaison, ist schon längst kein Geheimtipp mehr. Island zählt die meisten Touristen im Sommer, wenn die Temperaturen etwas wärmer und die Tage länger sind. Von September bis Mai ist es dafür deutlich leerer und ihr zahlt niedrigere Preise für Flüge und Unterkünfte. Niedriger sind dann natürlich leider auch die Temperaturen. Außerdem solltet ihr bedenken, dass viele der geführten Touren in den Wintermonaten nicht stattfinden und es auch beim Erkunden auf eigene Faust durch gesperrte Straßen zu Komplikationen kommen kann. Eine gute Planung vorab ist daher ein Muss. Wenn ihr noch keine super erfahrenen Reiseprofis seid, dann empfehle ich euch die Monate September, Oktober, April und Mai für eure Reise, denn dann fällt nur noch auf den Gipfeln Schnee, sodass alle Straßen frei sind. Es kann zwar windig und regnerisch sein, aber die Temperaturen liegen immerhin zwischen 2 und 10 Grad. Es lohnt sich durchaus, das nicht ganz so perfekte Wetter in Kauf zu nehmen – dafür werdet ihr nicht nur mit satten Ersparnissen sondern auch mit der Ruhe vom Massentourismus belohnt. Wollt ihr wissen, wann die beste Reisezeit für Island ist, erfahrt ihr das in meinem Reisekalender.

Beste Reisezeit für Island

Island günstig

Tipp 2: Bei Anreise und Transfer nach Island sparen

Island ist doch so weit weg vom europäischen Festland, da kommt man bestimmt ganz schlecht hin, oder? Nein, das stimmt nicht! Die isländische Low Cost Airline Wizz Air fliegt den Flughafen Kevlavik in Reykjavik von Wien aus bald regelmäßig an – und das schon ab 100€. Die Busse von Straeto bringen euch günstig vom Flughafen nach Reykjavik. Da das Transportnetz auf der dünn besiedelten Insel aber nicht sehr ausgebaut ist, empfiehlt es sich, einen Mietwagen zu nehmen um möglichst viel zu entdecken. Den preiswertesten Autoverleih hat Guide to Iceland. Einen geländetauglichen SUV bekommt ihr dort ab 57€ pro Tag.

Zur Flugsuche

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Tipp 3: Sparen bei den Aktivitäten

Ihr werdet staunen, aber es gibt noch mehr gute Gründe, um Island in der Wintersaison zu besuchen als nur die finanziellen Vorteile. Zwischen September und April habt ihr die Chance, die weltberühmten Nordlichter zu sehen – meiner Meinung nach einer der Hauptgründe, überhaupt hierher zu kommen! Ähnlich sind die außergewöhnlichen Eishöhlen, die sich im Vatnajökull Gletscher bilden, nur zwischen November und März zu sehen, danach schmelzen sie. Ein wirklich einzigartiges und wunderschönes Schauspiel der Natur, das ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet! Islands Pisten können, was Länge und Qualität angeht, vielleicht nicht mit denen der Alpen mithalten, dafür kostet euch ein Skitag hier umgerechnet gerade einmal 45€ und ist deshalb eine günstige und lustige Freizeitaktivität. Selbstverständlich stehen euch auch in der Nebensaison alle Hauptattraktionen der Insel offen – und das häufig sogar zu reduzierten Eintrittspreisen. In der Blauen Lagune spart ihr beispielsweise 6€ und zahlt für euren Besuch umgerechnet nur noch rund 44€. Wem das noch zu teuer ist, der kann eine der weniger bekannten und viel günstigeren Thermalbäder in der Nähe besuchen oder unternimmt vielleicht lieber auf eigene Faust einen Ausflug zu einem der zahlreichen Wasserfälle oder eine Wanderung.

Tipp 4: Thermalquellen auf Island

Ich habe gerade bereits kurz angesprochen, dass es neben der Blauen Lagune auf Island viele weitere Thermalquellen gibt, in denen das Bad im warmen Wasser teilweise sogar kostenlos ist. Möchtet ihr euch also die 40 bis 50€ Eintritt sparen, solltet ihr eine der folgenden heißen Quellen auf Island ansteuern:

  • Strand Nauthólsvík: Die Hauptstadt Reykjavik überrascht mich einfach immer wieder – so habe ich bei meinem letzten Besuch den Strand Nauthólsvík besucht, um festzustellen, dass man hier dank der Thermalquellen hervorragend baden kann und das auch noch kostenlos.
  • Reykjadalur Hot Springs: Nur 40 Kilometer von Reykjavik entfernt, befindet sich das Geothermalgebiet, das nicht nur mit kleinen heißen Pools, sondern sogar mit heißen Flüssen auf Badegäste wartet. Dieses Vergnügen ist einmalig und kostenlos.
  • Die Hot Pools von Landmannalaugar: Ebenfalls kostenlos sind die Thermalquellen in Landmannalaugar, einer bezaubernd schönen Landschaft im Süden Islands. Einen Besuch der mit bunten Bergen und atemberaubenden Wasserfällen gespickten Landschaft empfehle ich euch sowieso und nach einer Wanderung tut ein heißes Bad doch besonders gut.
  • Myvatn Nature Baths: Nicht kostenlos, dafür aber etwas kostengünstiger als die Blaue Lagune, sind die Myvatn Nature Pools im Norden Islands. Für 35 bis 45€ (je nach Jahreszeit) könnt ihr eure Runden in dem großen Pool drehen.

Diese Karte zeigt euch die Standorte der kostenlosen Thermalquellen auf Island

Tipp 5: Günstig übernachten auf Island

Ein großer Teil des Reisebudgets geht meist für die Unterkunft drauf. Im Umkehrschluss heißt das, dass ihr hierbei auch die höchsten Einsparungen machen könnt. Tolle Angebote für Privatzimmer und Ferienwohnungen findet ihr bei Airbnb. Als Einzelperson könnt ihr so schon ab 26 Euro pro Nacht wohnen, aber euch dank des skandinavischen Faibles für Interior-Design fühlen wie in einem schicken Designhotel. Eine günstige Übernachtungsmöglichkeit, bei der ihr gleichzeitig auch noch Kontakte zu anderen Reisenden knüpfen könnt, sind Hostels. Oder wie wäre es mit Couchsurfing? Eine tolle Gelegenheit, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen, und das sogar kostenlos! Für eine Nacht im Hotel müsst ihr hingegen einen Preis von 70 Euro aufwärts einkalkulieren.

Weitere tolle Unterkünfte

Tipp 6: Preiswerte Verpflegung auf Island

Selbstverpflegung ist für euren Aufenthalt auf Island definitiv die günstigste Wahl. Restaurants sind aufgrund der hohen Steuern leider verhältnismäßig teuer. Die Preise im Supermarkt sind aber – solange es sich nicht um importierte Lebensmittel handelt – mit denen in anderen europäischen Ländern zu vergleichen.

Landestypische Küche:

Welche Gerichte sind eigentlich typisch isländisch? In meinem Island Food Guide erfahrt ihr es.

Unterwegs findet ihr gutes, günstiges Essen an Raststätten. Hot Dogs sind übrigens ein kulinarisches Must-Have bei einem Islandbesuch und für den kleinen Geldbeutel absolut erschwinglich. Falls ihr doch lieber mal ins Restaurant gehen möchtet, stelle ich euch jetzt meine persönlichen Favoriten in Reykjavik vor, die zwar mit dem Tripadvisor Zertifikat für Exzellenz ausgezeichnet und trotzdem absolut erschwinglich sind. Bei Svarta Kaffid gibt es leckere Suppen, die von innen wärmen. Die besten Burger kriegt ihr bei Hamborgarabulla Tomasar, und bei Habibi speist ihr köstlich orientalisch. Für etwas mehr Geld könnt ihr euch im Old Iceland Restaurant landestypische Küche zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis gönnen. Gut zu wissen: Das Leitungswasser auf Island hat eine ausgezeichnete Wasserqualität und ist in Restaurants kostenlos bei einer Mahlzeit dabei – so spart ihr auch eine beachtliche Menge Geld! Wer alkoholische Getränke bevorzugt, sollte einen Einkauf im Duty Free in Erwägung ziehen. Alkohol ist auf Island nur in bestimmten Spirituosenhandlungen erhältlich und leider recht kostspielig.

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In Reykjavik schlaft und esst ihr am preiswertesten.

Eine Island Reise klappt auch mit kleinem Budget

Habt ihr Lust auf Island zum kleinen Preis bekommen? Den besten Tipp habe ich mir natürlich bis zum Schluss aufgehoben: Schaut doch einfach mal auf meinem Blog vorbei. Dort stelle ich euch die günstigsten Schnäppchen und Kombi-Angebote aus Flügen und Hotels vor. Vielleicht kann ich euch so die mühselige Reiseplanung ein wenig erleichtern. Oder aber ihr schickt mir einfach eine kostenlose und individuelle Reiseanfrage.

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