Neben bekannten Städten wie Paris, Nizza und Marseille gibt es in Frankreich noch ein paar geheime Perlen, die es wert sind entdeckt zu werden. Heute möchte ich euch einen dieser Geheimtipps näher bringen – ich stelle euch Frankreichs Kunsthochburg Nantes vor!

Nantes ist nicht nur eine der am schnellsten wachsenden Städte in Frankreich, sondern auch ein echtes Eldorado für Kunstliebhaber. In der modernen Stadt im Westen Frankreichs gibt es nämlich ein vielfältiges Kulturangebot, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Zahlreiche Museen, Kunstgalerien und Events locken viele Kreative und Künstler an, die das einzigartige Flair in der Stadt erleben wollen. Ich verrate euch, warum sich eine Städtereise nach Nantes lohnt.

Nantes – Frankreichs kreativste Kulturmetropole

Kunst, Kultur und Kreativität – das sind die Zutaten, die Nantes zu einem interessanten Ziel machen. Die Hauptstadt der französischen Region Pays de la Loire gilt momentan noch als Geheimtipp und hat eine einzigartige Atmosphäre zu bieten. Bei einem Spaziergang durch die Stadt kann man geschichtsträchtige Bauwerke, außergewöhnliche Skulpturen und zahlreiche Museen entdecken – Nantes ist ein echtes Paradies für Kulturliebhaber. Eines der absoluten Highlights ist wohl das Kunstprojekt Les Machines de l’île auf dem ehemaligen Werft-Gelände, das jedes Jahr erweitert wird. Die außergewöhnliche Kunstinstallation besteht aus überdimensionalen Tierskulpturen, die zum Leben erweckt wurden und einen futuristischen Eindruck vermitteln. Beispielsweise gibt es einen riesigen Elefanten zu bewundern, der über das Gelände spaziert. Interessante Skulpturen gibt es auch entlang der Loire zu entdecken – zwischen Nantes und Saint-Nazaire gibt es insgesamt 30 Installationen von namhaften Künstlern, die sehr gut zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto zu erreichen sind.

Neben der Machines de l’île gehört auch das Château des ducs de Bretagne zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Nantes. Einst ein Herzogenpalast, dient das elegante Bauwerk heute als zeitgenössisches Museum mit Multimediaelementen – hier trifft Mittelalter auf Hightech. Apropos Museum – künstlerische Meisterwerke aus dem 13. bis 21. Jahrhundert gibt es im Musée d’arts zu bewundern. Zwischen den über 10.000 Werken findet man auch mehrere hundert Ausstellungsstücke von De la Tour, Courbet, Chagall und Picasso – hier kommen Kunstfans also voll auf ihre Kosten.

Gut zu wissen:

Von Nantes aus ist die Atlantikküste Frankreichs mit dem Zug in etwa einer halben Stunde zu erreichen.

Sehenswert ist auch die Kathedrale Saint-Pierre-et-Saint-Paul, deren Türme sogar höher sind als die von der Notre Dame in Paris. Die Kirche wurde zwischen 1434 und 1891 errichtet und gilt als absolutes Meisterwerk der Renaissance. Bei einer Sightseeing Tour darf auch ein Stopp im außergewöhnlichen Lieu unique nicht fehlen. Dabei handelt es sich um eine ehemalige Keksfabrik, die heute neben einem Theater auch eine Bar, mehrere Konzerträume, ein Restaurant und sogar ein türkisches Hamam beherbergt. Vom Turm aus hat man eine phänomenale Aussicht auf Nantes!

Das wohl wichtigste Kunst Event der Stadt ist die „Voyage à Nantes“, bei der sich Künstler aus der ganzen Welt auf einer 10 Kilometer langen Strecke kreativ ausleben dürfen. Dieses Jahr findet das beliebte Festival vom 30. Juni bis 26. August statt und wird bestimmt wieder einzigartige Kunststücke hervorbringen. 

Huang Yong Ping, Serpent d’océan, Saint-Brévin-les-Pins (France), oeuvre du parcours Estuaire Nantes__Saint-Nazaire © Franck Tomps _ LVAN (1)
© Franck Tomps / LVAN

Nantes ist aber nicht nur in punkto Kultur ein echtes Paradies – die Stadt bietet auch unzählige Parks und Gärten, die zum Verweilen einladen. Insgesamt verfügt die französische Metropole über mehr als 1000 Hektar Grünfläche und wurde im Jahr 2013 sogar zur „Umwelthauptstadt Europas“ gewählt. Der Jardin des Plantes in Nantes gehört sogar zu den vier größten botanischen Gärten in Frankreich.

Solltet ihr nun selbst einen Nantes-Trip planen wollen, dann findet ihr hier Tipps für die Flüge und hier eine Hotel-Empfehlung!

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