Ein echter Geheimtipp in Kroatien ist die Insel Rab: absolute Naturschönheit, freundliche und lebenslustige Inselbewohner, wenig Massentourismus und eine wunderbar maritim-südliche Urlaubsstimmung werden euch sofort in ihren Bann ziehen. Besonders beeindruckend ist die landschaftliche Vielfalt, denn während auf der Ostseite der Insel eine karge Felslandschaft vorherrscht, findet ihr an der Westküste bezaubernde Mini-Buchten und tolle Strände. Auf Rab gibt es übrigens die meisten Sandstrände der Kvarner Bucht und überall ist die Wasserqualität wirklich hervorragend – glasklar und türkisblau! Ein Highlight ist die Hauptstadt Rab – hier findet ihr mittelalterliche Gässchen, urige Restaurants und ein tolles maritimes Flair am Hafen. Ich war selbst vor Ort und habe mich für euch auf diesem Inseljuwel in der Kvarner Bucht genauer umgesehen!

Rab – die Insel des Glücks

Anreise

Die Insel Rab gehört zur Region Kvarner Bucht und liegt an der südlichen Adriaküste Kroatiens, etwa 160 Kilometer von der kroatischen Hauptstadt Zagreb entfernt. Am besten erreicht ihr die Kvarner Bucht mit dem eigenen Auto über Graz, Maribor und Zagreb –  aus Wien braucht ihr ungefähr sechseinhalb Stunden für die rund 570 Kilometer. Da Rab eine Insel ist, könnt ihr sie nur per Fähre von Stinica, Valbisca oder Rijeka aus erreichen – ich empfehle euch die preisgünstige 20-Minuten-Variante über Stinica für 13€. Aber natürlich könnt ihr auch per Flugzeug, mit dem Zug oder mit dem Bus nach Rijeka reisen und dann dort mit einem Mietwagen weiter nach Rab fahren (2,5 Stunden solltet ihr allerdings nochmal für die Fahrt an der wunderschönen Küstenstraße entlang einplanen). Nehmt unbedingt eure Reisepässe mit, da ihr diese bei den Grenzkontrollen in Slowenien und Kroatien brauchen werdet!

Wissenswertes & Sehenswertes

  • Hardfacts über die Insel Rab:

Die Insel ist 22 km lang bei einer Fläche von 91 km² und ca. 9.500 Einwohnern

Rab gehört neben Krk, Pag und Cres zu den Kvarner Inseln in der Kvarner Bucht

Ortschaften: Lopar, Mundanija, Supetarska draga, Kampor, Banjol, Palit und Barbat

Das Klima ist moderat: Die Winter sind mild und die Sommer warm, aber nicht zu heiß – mit 2499 Sonnenstunden im Jahr zählt die Insel sogar zu den sonnigsten Regionen Europas. Auch die Wassertemperatur ist mit bis zu 24°C sehr angenehm.

  • Stadt Rab: 

Charakteristisch für Rab sind die vier Glockentürme, die wie vier Schiffsmasten über die auf einer schmalen Halbinsel liegenden Stadt wachen. Die Altstadt ist recht klein und überschaubar, strahlt aber ein wunderbares Flair aus: Die Hafenpromenade ist von urigen Restaurants und Cafés mit Blick aufs Wasser gesäumt und in den Straßen mit mittelalterlichem Flair bieten zahlreiche kleine Läden und Boutiquen ihre Waren – hauptsächlich Produkte aus der Region wie die bekannte Raber Torte, Wein und Liköre, Olivenöl, Schokolade und Honig oder auch handgefertige Keramiken und Schmuck – an. Die drei historischen Hauptstraßen bilden das Herz der Stadt, während die kleineren Straßen vertikal zu ihnen verlaufen und so eine Art Gitter bilden. Wunderschön romantisch ist der Sonnenuntergang über dem Meer von der Uferpromenade aus! Übrigens wurde Rab schon 10 v. Chr. zum römischen Munizipium erklärt – kein Wunder also, dass in der Stadt Bauwerke aus verschiedensten Epochen sowie die Stadtmauer und Wehrtürme zu finden sind! Die Herrschaftsverhältnisse der Insel wechselten häufig: Rab stand unter römischer, byzantinischer, venezianischer, französischer und sogar österreichischer Herrschaft, bis sie schließlich nach dem 2. Weltkrieg an Kroatien angeschlossen wurde.

  • Ritterspiele Rabska Fjera:

Zu Ehren des Schutzpatrons der Insel, dem Heiligen Christophorus, werden alljährlich die bekannten Ritterspiele Ende Juli veranstaltet. Die Reliquien des Heiligen Christophorus, der die Stadt vor der Zerstörung rettete, können übrigens im Stadtmuseum der Sakralkunst besichtigt werden. Während der Ritterspiele steht die ganze Insel im Zeichen des Mittelalters: In den Gassen tummeln sich Mensch in Ritterkostümen, Künstler und Handwerker öffnen ihre Werkstätten, es gibt Wettbewerbe im Armbrustschießen und aus allen Ecken der Stadt dringen musikalische Klänge. Auch die Küche orientiert sich an alten Zeiten – auf den Plätzen und in den Gassen der Stadt könnt ihr traditionelle, nach mittelalterlichen Rezepten zubereitete Gerichte genießen.

  • FKK:

Die Insel Rab gilt als Vorreiter des Naturismus – 1936 badeten sogar der britische König Edward VIII und seine Gattin mit offizieller Erlaubnis der Raber Behörden nackt in der Kandarola-Bucht. Besonders beliebt sind die Strände Ciganka und Sahara bei Lopar: hier treten nicht nur die Badenden, sondern auch die Natur noch in ihrer ursprünglichsten Form auf, denn sie sind nur auf dem Wasserweg oder nach einem 30-minütigen Fußmarsch zu erreichen.

Urlaubsguru-Tipps

  • Strände:

Besonders begeistert haben mich die vielen versteckten und wunderbar romantisch gelegenen kleinen Buchten, die ihr nur zu Fuß über kleine Feldwege oder vom Wasser aus erreicht! Hier habt ihr mit etwas Glück den Strand ganz für euch und könnt ungestört Sonnenbaden (perfekt auch für FKK-Liebhaber) und den unverstellten Blick auf das glasklare Wasser genießen! In der Region rund um Lopar und Kampor im Norden Rabs findet ihr flache Sandstrände wie den berühmten 1,5 km langen Paradiesstrand, während Barbat und Banjol eher für ihre Kiesstrände und kleinen Buchten bekannt sind.

  • Kulinarisches:

Gerade in Rab-Stadt gibt es unzählige kleine Restaurants mit kroatischer Küche, die köstliche Spezialitäten wie Muscheln nach Buzara-Art, gegrillter Weißfisch oder schwarzes Tintenfischrisotto mit Sepia oder Lamm- und Kalbsgerichte – traditionell unter der Backglocke zubereitet – anbieten. Ein absolutes Muss ist die Raber Torte: der Mandelkuchen aus einer Art Mürbteig wird in Schneckenform gebacken und galt einst als exquisite Süßspeise des Adels. Aber auch vielen Gewürze, Honigsorten, Olivenöl, Weine und Feigen werden auf der Insel geerntet bzw. hergestellt – besonders wohlschmeckend sind die Tomaten aus Lopar!

  • Nachtleben: 

Schon in den 80er Jahren war die Insel für ihr wildes Nachtleben bekannt – hier gab es mit der noch heute existierenden Bar Sanda auch die erste Gay-Bar Kroatiens! Ein Party-Highlight auf Rab ist definitiv der Openair-Club Santos Beach Club – während ihr hier tagsüber bei chilliger Loungemusik Beachvolleyball spielen und die Sonne genießen könnt, verwandelt sich der Club am Abend in den Partyhotspot der Insel. Ihr erreicht den Club übrigens auch mit einem extra Partyshuttle! Einen Besuch wert ist auch das alljährliche Samba-Festival am berühmten Paradiesstrand von Lopar – hier wird in prächtigen Kostümen wie an der Copacabana in Rio de Janeiro zu heißen Sambarhythmen getanzt und gefeiert. Das Festival findet im Juli statt und kann gratis besucht werden.

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